Bürgerbeteiligung in Litzelstetten: Wohnbau Dorfmitte kommt auf den Weg

Rund 60 Zuhörer aus der Litzelstetter Bevölkerung verfolgten den Informationsabend über den endgültigen Entwurf für die bauliche Gestaltung des WOBAK-Areals in der Litzelstetter Dorfmitte am 18. September 2014 in der Aula der Grundschule. Ortsvorsteher Heribert Baumann begrüßte auch eine seiner Vorgängerinnen, Dr. Helga Jauss-Meyer, in den Reihen, ebenso wie frühere und aktuell amtierende Ortschaftsräte. Er dankte den Bürgerinnen und Bürgern dafür, dass sie auch weiterhin Interesse an der Entwicklung der Ortsmitte zeigten, deren Verlauf mit der Einsetzung einer Spurgruppe aus repräsentativen Vertretern der Einwohnerschaft zur Vorbereitung und Durchführung eines Beteiligungsverfahrens begonnen hatte und mit der Jury-Entscheidung im zweistufigen Architektenwettbewerb Ende 2013 zu einem Siegerentwurf einen vorläufigen Abschluss gefunden hatte.

Einstimmig war damals die Auswahl auf eine Planung eines Berliner Architektenbüros gefallen, die allerdings noch einer Überarbeitung bedurfte. Die Wohnungsbaugesellschaft Konstanz GmbH (WOBAK) hat diese Änderungen nun mithilfe eines ihrer Architekten vorgenommen und die beschlussfertige Fassung in den Aufsichtsrat eingebracht, der letztlich einvernehmlich seine Zustimmung gab. Da auch für die WOBAK der Umfang und die Form des Partizipationsprozesses in Litzelstetten neu waren, war es ihr ein Anliegen, den fertigen Entwurf vor Einreichung eines Bauantrages nochmals der Litzelstetter Bevölkerung zur Diskussion vorzustellen. Hierfür waren der Referent der Geschäftsführung, Lehmann, und der Prokurist und Leiter der technischen Abteilung, Eppler, gekommen.

Lehmann erläuterte nach seinem Dank dafür, dass die WOBAK nochmals die Möglichkeit erhalten habe, auf der Veranstaltung die Meinung der Bürger abzufragen, welche drei wesentlichen Änderungen am Siegerentwurf des Architektenwettbewerbes vorgenommen wurden, die zur nun vorliegenden Fassung geführt haben. Abzusehen war, dass die Planungen der Berliner Architekten zu wenig Wohnraum vorgesehen hatten. Im Vergleich zur Verfügung stehenden Fläche hatte hier eine Anpassung vorgenommen werden müssen, so Lehmann, zumal sich die WOBAK ja vornehmlich auf den Wohnungsbau konzentriere. Entsprechend wurde die im Siegerentwurf vorgesehene gewerbliche Fläche verkleinert und drittens die gewünschte imaginäre Achse zwischen den wichtigen Punkten in Litzelstetten – vom katholischen Gemeindehaus am Kornblumenweg über das „Milchhäusle“ im Komturweg zum Rathaus in der Großherzog-Friedrich-Straße mit ihrem Mittelpunkt an besagtem Gelände durch bauliche Hervorhebungen nochmals betont.

Architekt Eppler der WOBAK, der die Überarbeitung maßgeblich betreut hatte, führte weitergehend aus, dass der geplante Baukörper in seiner nun geplanten Form gut nach Litzelstetten passe. Mit zwei vorgesehenen Giebeln in Richtung Martin-Schleyer-Straße und in den Kornblumenweg werde eine prägnante Ansicht geschaffen, der Aufenthaltsbereich an der Ecke zwischen beiden Straßen weite das dortige Areal auf. Das bereits im Siegerentwurf vorgesehene Café an dortiger Stelle bleibt vorhanden und ergänzt die entstehende Freifläche durch Sitzgelegenheiten. Der offene Übergang zu diesem ebenerdigen Terrassenbereich lasse ausreichend Platz für die praktische Nutzung, allerdings werde eine ästhetisch passende Höhenerhebung vorgenommen, um eine Abgrenzung von der Fahrbahn vorzunehmen. Das ebenfalls bereits in der ursprünglichen Planung vorgesehene WC für das Café bildet mit dem öffentlichen, welches Zugang von der Martin-Schleyer-Straße hat, eine Synergie. Es ist – ebenso wie die gesamte Anlage – umfassend barrierefrei vorgesehen, worauf die WOBAK besonderen Wert gelegt habe, so Eppler.

Die Tiefgarage mit 17 Stellplätzen wird ihre Einfahrt zwischen dem heutigen Wohnhaus und dem nebenstehenden Blumengeschäft haben. Durch die Rückversetzung des Gebäudes um fünf Meter von den jeweiligen Straßen werden ein- und ausfahrende Autos zunächst einen breiten Freiflächen- und Gehwegbereich überqueren müssen, sodass ein direktes und schlecht einsehbares Auftreten auf die Martin-Schleyer-Straße vermieden wird. Entlang der Hauptstraße wird sich das neue Haus sogar um sieben bis acht Meter vom Kornblumenweg entfernen, man sei damit vielfachen Wünschen aus der Bürgerschaft nachgekommen, betonte Eppler. Das Gebäude wird zwei Erschließungsteile haben, einmal in Richtung des Kornblumenweges, einmal in Richtung der Hauptstraße. Entsprechend sind auch zwei Eingänge vorgesehen, die in ein durch alle Geschosse durchgehendes Treppenhaus samt Aufzug führen.

Im Erdgeschoss ist eine Physiotherapie-Praxis vorgesehen, der Innenhof wird von den Straßen abgewandt in Form von Grünflächen gestaltet, gegebenenfalls sind Fahrradabstellständer vorgesehen. Die insgesamt 16 Wohnungen mit bis zu vier Zimmern werden zum Schutz vor Lärm und Dreck ebenfalls nicht mehr zur Hauptstraße hingewendet; sie orientieren sich im ersten und zweiten Obergeschoss sowie jeweils eine weitere in den beiden Dachgeschossen. Dieser dritte Stock hat während des Abends noch zu weiteren Diskussionen geführt. Nach Meinungen aus der Bürgerschaft wich dieser erheblich vom Siegerentwurf ab, der zunächst einen äußerst flachen Giebel ohne entsprechende Wohnraumnutzung vorgesehen hatte. Einer der anwesenden Einwohner verwies darauf, dass im allernächsten Umfeld des Areals eine zweistöckige Bebauung vorliege und sich das neue Gebäude somit nicht unmittelbar in die Umgebung einpasse. Anderen Litzelstettern erschienen die Giebel zu mächtig und zu breit, die WOBAK entgegnete, dass man im Ort immer wieder dreigeschossige Bauten finden könne und die prägnante Darstellung des Hauses ausdrücklich auch von den Bürgern gewünscht worden war. Das markante Dach solle zudem dem Eindruck eines „Kastenbaus“ entgegenwirken.

Im weiteren Verlauf legte Architekt Eppler dar, dass im Tiefbau neben der Garage auch technische Anlagen und Keller für die Bewohner des Hauses geschaffen werden sollten. Das Dach werde ziegelbedeckt sein, die Außenfassade aus Putz mit Elementen aus Holz. Fragen aus der Bevölkerung kamen dazu, wie die beiden Giebel miteinander verbunden werden. Zu diesem Thema diskutiere man noch weitere Alternativen, so die WOBAK. Dass die vorliegenden Planungen idealisieren würden, wie aus der Bürgerschaft zu hören war, liege auch an der darstellenden Kunst der Geometrie, wie sie die Architekten in ihren Präsentationen verwendeten. Hiervon dürfe man sich nicht irritieren lasse, unterstrich auch Ortsvorsteher Heribert Baumann. Die Außengestaltung, beispielsweise die Martin-Schleyer-Straße im Bereich des neuen Gebäudes, werde in einem zweiten Bürgerbeteiligungsverfahren zum Ideenteil des Architektenwettbewerbes näher besprochen. Den Baubeginn für das Wohngebäude erwartet die WOBAK für Mitte 2015, nachdem alsbald der Bauantrag gestellt werden wird. Man sei durch die niedrigen Zinsen und weitere Fördergelder für energetisches Bauen nicht mehr zwingend auf die anfangs vorgesehenen Mittel zum sozialen Wohnungsbau angewiesen, erklärte Lehmann. Deshalb konnte sich der Zeitplan auch etwas nach hinten verschieben. Man beabsichtige mit einem Mietpreis von 7 bis 9,50 Euro pro Quadratmeter, das mittlere Preissegment zu bedienen. Im Einklang mit dem durch die Stadt beschlossenen „Handlungsprogramm Wohnen“ wird damit auch für Menschen, die keinen Anspruch auf einen Wohnungsberechtigungsschein haben, aber keine Preise auf dem freien Markt zahlen können, erschwinglich sein.

Zum Abschluss des Abends dankte der Ortsvorsteher nochmals allen Beteiligten im Planungsprozess. Insbesondere hob Baumann die Spurgruppe unter Moderator Wolfgang Himmel hervor, aber auch die WOBAK, die Verwaltung und die Grundschule, die wiederholt ihre Aula für die Veranstaltung zur Verfügung gestellt hatte.

Für die Spurgruppe scheint das Ergebnis, das am Ende des von ihr mitgestalteten Bürgerbeteiligungsprozesses steht, ein Erfolg. So äußerte das Mitglied der siebenköpfigen Vertretung aus der Einwohnerschaft, Dennis Riehle, seine positiven Eindrücke über den nun endgültig vorliegenden Entwurf: „Man kann deutlich erkennen, dass viele der Anliegen, die die Bürger während des Projektes geäußert haben, in die Planungen aufgenommen wurden. Das gilt nicht nur für den geräumigen Innenhof und die Sitzgelegenheiten im Eckbereich zwischen Martin-Schleyer-Straße und Kornblumenweg. Auch wesentliche Aspekte im Bezug auf die Geräumigkeit der Tiefgarage und die vorgesehene Vielzahl an Wohnungen haben mich wohlwollend überrascht. Mit dem Ziel, auch Menschen mit geringem Einkommen einen Platz in Litzelstetten zu geben, hat die WOBAK darüber hinaus einen wesentlichen Beitrag für eine lebendige Dorfgemeinschaft geleistet. Rückblickend dürfte allen Mitwirkenden in Erinnerung bleiben, dass die Partizipation der Bevölkerung vom Anfang bis zum Schluss geholfen hat, Konflikte und späteren Unmut über den Bau zu verhindern und gemeinsam an der Gestaltung unseres Ortes zu arbeiten. Ich erhoffe mir, dass dieses vorbildliche Beispiel ermutigt, Bürgerbeteiligung auch künftig als gewinnbringendes Mittel zur Umsetzung von Großprojekten einzusetzen. Ich bin überzeugt, sowohl Bevölkerung als auch Verwaltung haben anhand dieses Vorhabens gelernt, mögliche Ängste oder Vorbehalte abzubauen und die Bedeutung zivilgesellschaftlichen Engagements zu schätzen“.

Autor: Dennis Riehle

- www.konstanz-litzelstetten-mainau.de/krueger/index.php
- www.konstanz-dingelsdorf-oberdorf.de/ov-dingelsdorf/index.php
- www.konstanz-dettingen-wallhausen.de/ov-dettingen-wallhausen/index.php
- www.bodanbuerger.de/litzelstetternet/index.php

“Bodanbürger” – Redaktionskonferenz im Litzelstetter “Milchhäusle”.

Zukunftswerkstadt Bodanbuerger 13112013 Redaktionskonferenz Plakat

Bodanbuerger 13.11.2013 Redaktionskonferenz Plakat

Die Initiative “Bodanbürger” lädt am Mittwoch, den 13. November 2013, um 19:30 zur Redaktionskonferenz ins Litzelstetter “Michhäusle” ein. Thema ist: “Möglichkeiten der Information, Kommunikation und Präsentation in den Bodanrückteilorten”.

Bei dem Bürgerportal handelt es sich um eine Plattform für Informationsaustausch und dient als Blog bzw. Kommunikationsmittel. Die Initiatoren der Bodanbürger sind Dennis Riehle und Wolfgang Flick.

In den unterschiedlichen Portalen und Newslettern gestaltet sich dabei die Eingabe und Bearbeitung von Texten, Fotos und Daten durch moderne Module für den Nutzer einfach und simultan. Auch die Verarbeitung von Informationen geschieht mittlerweile meist automatisch und zeitgleich für die unterschiedlichsten Publikationen. Mit wenigen Schritten können sogar Inhalte für die eigene Webseite genutzt und problemlos eingepflegt werden.

Seien Sie herzlich eingeladen, um sich praktisch und hautnah die verschiedenen Funktionen und deren Handhabung erklären zu lassen, Fragen zu stellen und über die vernetzte Öffentlichkeitsarbeit ins Gespräch zu kommen. Rückfragen und Anmeldungen sind vorab möglich an redaktion@bodanbuerger.de.

www.bodanbuerger.de/litzelstetternet/index.php

Ideen- und Realisierungsteil des Architektenwettbewerbs zur Litzelstetter Ortsmitte

Architektenwettbewerb Litzelstetter Ortsmitte

Architektenwettbewerb Litzelstetter Ortsmitte

In einer neuneinhalbstündigen Sitzung haben die Mitglieder der Jury für den Ideen- und Realisierungsteil zur Litzelstetter Dorfmitte am 20. September 2013 getagt. Unter Mitwirkung von Fachpersonen aus Städtebau, Planung und Architektur, aber auch Vertretern aus Politik, Ortschaftsrat und WOBAK sowie Gästen aus der Spurgruppe für Bürgerbeteiligung wurden die 36 eingereichten Entwürfe des Ideenteils, der grobe Grundzüge für die neue Bebauung und das Umfeld des frei werdenden Geländes an der Martin-Schleyer-Straße, Ecke Kornblumenweg, liefern soll, debattiert und bewertet. Etwa die Hälfte der eingegangenen Projekte wurden für den zweiten, den Realisierungsteil, ausgewählt. In diesem geht es nun um die konkrete Ausgestaltung des Bauvorhabens. Am 22. November 2013 findet dann die endgültige Siegerfestlegung statt. Ortsvorsteher Heribert Baumann sprach von einem spannenden und interessanten Prozess, der viele bunte und ungeahnte Anregungen gebracht habe.

Zuvor hatte die durch den Ortschaftsrat Litzelstetten aus engagierten Bürgern zusammengestellte Spurgruppe, die einen repräsentativen Querschnitt aus der Bevölkerung des Teilortes abbilden sollte, über Monate hinweg den Prozess über die Ausgestaltung der Wettbewerbsausschreibung kritisch begleitet. In mehreren Sitzungen war ein Bürgerworkshop vorbereitet worden, auf dem die Einwohner anhand verschiedenster Fragestellungen ihre Ideen, Erwartungen und Wünsche an die neue Bebauung in der Ortsmitte einbringen konnten. In enger Rückkoppelung mit dem Amt für Stadtplanung und Umwelt und unter Moderation von „translake“-Geschäftsführer Wolfgang Himmel wurden durch die Spurgruppe stellvertretend stets neue Impulse eingegeben, die letztlich auch in den Ausschreibungstexten Niederschlag fanden. Diese waren wiederum Gegenstand einer Präsentation vor der Bürgerschaft, ehe anschließend über Erfahrungen der Abläufe mit Bürgermeister Kurt Werner gesprochen wurde.

Neben einem Ausflug mit Besichtigung von Dorfentwicklungskonzepten in der Schweiz und Vorarlberg gehörte zum weiteren Aufgabenprogramm der Spurgruppe schlussendlich auch die Entsendung von Bürgervertretern in die Entscheidungsrunden des Architektenwettbewerbs, an dem diese als Gäste beratend teilnahmen. Das Team aus Regina Armbruster, Wolfgang Flick, Dennis Riehle, Katja Romer, Bernfried Treude, Regina Wesner und Brigitte Wind will auch nach der Auswahl für ein Bebauungskonzept sicherstellen, dass die Interessen aus der Einwohnerschaft in Erinnerung bleiben und dass die Bürgerinnen und Bürger fortlaufend transparent über den Fortgang des Neubaus informiert werden. Dazu gehört auch, die auf dem Tisch liegenden Planungen rechtzeitig offen zu legen und gegebenenfalls nochmals mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Wichtig ist der Spurgruppe aber auch, die im Ideenteil gefassten Rahmenbedingungen für das Umfeld des Baugebietes als mögliche Leitlinie für die künftige Dorfentwicklung fortzuschreiben.

Zwischenfazit „ZukunftsWerkStadt“ – Teilprojekt Litzelstetter Ortsmitte Evaluationsgedanken aus Sicht eines beteiligten Bürgers

Zwischenfazit „ZukunftsWerkStadt“ – Teilprojekt Litzelstetter Ortsmitte

Evaluationsgedanken aus Sicht eines beteiligten Bürgers 

Die „ZukunftsWerkStadt“ hat mit ihren Projekten in der Stadt Konstanz deutlich gemacht, dass Bürgerbeteiligung dann funktionieren kann, wenn die Menschen das Gefühl haben, zu einem möglichst frühen Zeitpunkt in Planungen und Entscheidungsprozesse einbezogen zu werden. Die Spurgruppe aus Litzelstetten, in der sich sieben Bürger unter Moderation und fachkundige Begleitung des Amtes für Stadtplanung und Umwelt dafür eingesetzt haben, dass die Einwohner über das Bauvorhaben in der Ortsmitte rechtzeitig und umfassend informiert und mit ihren Ideen und Wünsche berücksichtigt werden, konnte exemplarisch darlegen, wonach die Bürger bei strukturiertem und ehrlichem Vorgehen für Partizipation gewonnen werden können.

In meinen Auskünften gegenüber dem Evaluationsteam zum Zwischenstand der „ZukunftsWerkStadt“ in Konstanz war es mir ein Anliegen, zu verdeutlichen, dass solch ein Prozess über mehrere Monate hinweg stets von Lerneffekten geprägt ist. Es ist keinesfalls alles optimal verlaufen. Diese Erwartung wäre aber auch angesichts dessen, dass die methodische Bürgerbeteiligung erst nach und nach zu einem alltäglichen und anerkannten Feld direktdemokratischer Normalität wird, weitaus überzogen. Jedes neue Verfahren zur Bürgerbeteiligung muss geprägt sein von der Bereitschaft und Offenheit, Fehler und Probleme ernsthaft zu benennen und sie ehrlich aufzuarbeiten. Bürgerbeteiligung ist damit nicht nur ein nach vorne gerichtetes Machen, sondern gleichzeitig ein stetiger Blick zurück, der reflektiert und im Zweifel auch Schritte rückwärts oder neue Abzweigungen oder Zielsetzungen einfordert.

Für mich hat insbesondere die Erfahrung des Zusammenwirkens mit der Verwaltung auf Augenhöhe nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Ein oftmals in der Bevölkerung wahrgenommener Graben zwischen Bürgern und Ämtern konnte hier zumindest in einem ersten Schritt dadurch überwunden werden, dass Vertrauen notwendig war, um als Spurgruppe in Einklang mit der Verwaltung den Einwohnern das gemeinsame Ziel zu vermitteln. Transparenz, in unserem Falle über die Eckpunkte des Bauprojekts, sowie der Versuch, stetig untereinander informiert zu bleiben, waren wesentliche Merkmale, die zum Gelingen beigetragen haben. Gleichsam lag ein Grundstein für den Erfolg aber auch in der bereits von Anfang an durch den Ortschaftsrat gut zusammengewürfelten Spurgruppe. Niemand der beteiligten Bürger schien aus einem hervorstechenden Eigeninteresse mitwirken zu wollen. Der Wille, etwas für den gesamten Ort erreichen zu wollen, schien bei allen im Vordergrund zu stehen. Die Bereitschaft des Ortschaftsrates, des Ortsvorstehers, aber auch des Gemeinderates und der Stadtverwaltung sowie des Eigentümers, sich auf die Meinungen von Menschen unterschiedlichster sozialer, beruflicher, familiärer Herkunft, des Alters und der Intention für Engagement einzulassen, war ein Wagnis, das belohnt wurde.

Zeitweise gab es aber auch Momente, in denen wir deutliche Defizite ausmachen konnten. Dann, wenn sich die Wahrnehmung breit macht, fertige Pläne lägen bereits in den Schubladen und Bürgerbeteiligung verkommt zu einem nach außen gerichteten, medialen Versuch, Partizipation lediglich zu suggerieren, um Ruhe und das Gefühl des Einbeziehens der Bürgerschaft zu erwirken. Deshalb ist es wesentlich, von Beginn an zu klären: Was ist möglich, welche Mitsprache haben die Bürger? Sowohl rechtliche Vorgaben, wie in unserem Fall des Baurechts, als auch die Vorstellungen des Eigentümers müssen klar auf dem Tisch liegen. Ein Bürgerbeteiligungsprozess kann den größten Schaden dadurch erleiden und verursachen, indem Erwartungen zugelassen werden, von denen bereits anfänglich feststeht, dass sie nicht erfüllbar sind. Enttäuschungen können vermieden werden, wenn sowohl alle nötigen Daten und Fakten als Ausgangslage bekannt sind. Kommunikation darf nicht einseitig verlaufen, sondern muss alle mitwirkenden Akteure einbeziehen. Das, was Bürger als „hinter dem Rücken“ abgesprochen empfinden, führt zur typischen Reaktion „Bürgerbeteiligung ist nur eine Farce“. Hierdurch erlangt Partizipation nicht nur dauerhaft negatives Image und verliert dramatisch an Wert; sie macht sich zudem lächerlich und bringt Resignation bei den Menschen, die bereit waren, mitgestalten und etwas verändern zu wollen.

Gleichsam gilt auch: Jedem muss bewusst sein, dass ein Bürgerbeteiligungsverfahren, das letztlich auf eine Entscheidung eines politischen und verwaltenden Gremiums zuläuft, nur Weichen stellenden Charakter haben kann und nicht das abschließende Votum – wie hier des Stadtrates und seiner Ausschüsse und städtischen Ämter – ersetzt. Je konkreter und realitätsnaher die Arbeit der Bürger jedoch ist, umso größer bleibt die Chance, eine Umsetzung mit größtmöglicher Einwirkung der Anliegen aus der Bürgerschaft zu erreichen. Dies haben wir in unserem Teilprojekt lebendig spüren können. Durch die Vernunft, nur umsetzbare Forderungen aufzustellen, sind in den Ausschreibungstext für das Bauvorhaben möglichst viele Einflüsse von der Bevölkerung integriert worden.

Meine Erfahrung hat mir auch gezeigt: Bürgerbeteiligung kann nicht für jedes Projekt sinnvoll sein. Nur dann, wenn sich die Beteiligten allesamt bereit erklären, einen auf Basis des Machbaren offenen Ausgang des Verfahrens zuzulassen, kann Partizipation ihren Zweck erfüllen. Gerade bei Vorhaben, bei denen halböffentliche Projektpartner mitwirken, muss diese Bereitwilligkeit geklärt sein. Für unseren Erfolg zielführend war nicht zuletzt auch eine unabhängige Moderation, die nicht wertet, sondern orientiert und lenkt. Ebenso gilt dies auch für die Evaluation: Der Blick von außen muss neutral, am besten örtlich und sachlich entfernt, erfolgen. Nur dann können diejenigen, die in solchen Prozessen Verantwortung tragen, erzielen, dass wichtige negative Erfahrungen differenziert aufgearbeitet und für zukünftige Vorhaben beachtet werden.

Die Bereitschaft von allen Seiten, ihr Tun regelmäßig der Öffentlichkeit zur Prüfung vorzulegen, ist zwingende Voraussetzung dafür, dass der Ansporn vorhanden bleibt, den Beteiligungsprozess aktiv bis zum Ende mitzugestalten. Und deshalb kann auch zum Zeitpunkt des Zwischenfazits von meiner Perspektive aus nur animiert werden: Mit dem Architektenwettbewerb, der darüber bestimmt, welcher eingereichte Vorschlag für den Neubau in der Litzelstetter Ortsmitte mitsamt seiner Nutzung und planerischen Gestaltung am besten geeignet ist, ist die Partizipation noch nicht beendet. Viel eher heißt es auch für die Bürger, die Umsetzung dessen, was sie an Ideen eingebracht haben und was beschlossen wurde, kritisch zu begleiten. Und nicht nur das: Die Bürgerbeteiligung hat zutage gebracht, dass neben der Verwirklichung des konkreten Bauvorhabens (Realisierungsteil) eine weitere Dorfentwicklung nötig sein wird (Ideenteil), die zentral von der neu gestalteten Dorfmitte ausgeht.

Das, was geschaffen wird,  muss sich nicht nur in die bestehenden baulichen Strukturen einpassen. Die Anforderung, aus dem Bauprojekt heraus eine Philosophie abzuleiten, mit der auch nachträglich Entscheidungen auf den Prüfstand gestellt und vor allem Konzepte für die weitere Gestaltung des Dorfes einem Motto entspringen können, war Ansinnen vieler beteiligter Bürger. Deshalb ist das zwischenzeitliche Fazit aus meiner Einschätzung nach ebenso Auftrag, die Bürgerbeteiligung weiterhin zu nutzen. Dem Ortschaftsrat und dem Ortsvorsteher, aber auch der Stadt wurde deutlich gemacht: Partizipation kann funktionieren, wenn sie nachhaltig ist. Die guten Erfahrungen haben gezeigt, dass viele Einwohner bereit waren, sich mit dem Bauvorhaben auseinander zu setzen. Nirgendwo sonst sind Menschen von Veränderungen so hautnah betroffen, wie vor der eigenen Haustüre, in der Kommune. Daher ist Bürgerbeteiligung dort auch am wichtigsten und effektivsten, gleichzeitig aber auch sensibelsten und schwierigsten. Das darf nicht abschrecken, mit dem bewährten Team und allen, die selbst aktiv mitgestalten wollen, bei neuen Fragen der Ortsentwicklung und Themen, die die Bürger über den individuellen Belang hinaus betreffen, mit den gewonnenen Methoden neue Beteiligungsprozesse zu wagen.

Dennis Riehle

Mitglied der Spurgruppe für

Bürgerbeteiligung Litzelstetten

 Martin-Schleyer-Str. 27

78465 Konstanz

Mail: anfrage@riehle-dennis.de

Web: www.dennis-riehle.de

Blog: www.dennis-riehle-blog.de

Rede von Dr. Jeannette Behringer

Im Folgenden finden Sie eine kurze Zusammenfassung der Rede von Dr. Jeannette Behringer bei der Veranstaltung “Zwischenbilanz” am 15.06.2013 im Wolkensteinsaal Konstanz.

„Das Projekt „ZukunftsWerkstadt Konstanz“ ist ein zentraler Baustein im Rahmen der Bemühungen der Stadt Konstanz um eine Nachhaltige Entwicklung. Im Projekt ist die so wichtige Transdisziplinärität umgesetzt, die verschiedene Lebenswelten und Wissensformen aus Bürgerschaft, Verwaltung, Politik und Hochschulen und damit auch verschiedene Gestaltungs- und Machtansprüche im wissenschaftlichen Beirat an einen Tisch einlädt. Das Projekt war zudem partizipativ angelegt und hat sich stets mit der Frage auseinandergesetzt, wie eine Bürgerbeteiligung einerseits ergebnisoffen sein kann und der Horizont der Nachhaltigen Entwicklung nicht aus den Augen verloren geht. Denn beileibe nicht überall, wo das Adjektiv „nachhaltig“ draufsteht, ist Nachhaltige Entwicklung drin. Neben zentralen Themen wie die zukunftsfähige Entwicklung der Mobilität oder der Forschung wurde auch der häufig vernachlässigte Bereich eines veränderten Lebensstils angegangen, ein Thema, an das sich andere Projekte nicht „herantrauen“. Denn schliesslich wird man hier zum grundlegenden Nachdenken über den eigenen Material- und Ressourcenverbrauch angeregt. Und ohne diese grundsätzlichen Veränderungen wird es keine Nachhaltige Entwicklung geben.”

Dr. Jeannette Behringer

 

Unter folgendem Link finden Sie die komplette Rede von Dr. Jeannette Behringer: Behringer_ZukunftsWerkStadt

 

Wir danken Frau Dr. Jeannette Behringer für diese freundlichen Worte.

Zwischenbilanz ZukunftsWerkStadt: Uli Burchardts Rede

Ralph Schiel von naturblau+++ hat die Rede zur Zwischenbilanz der ZukunftsWerkStadt von Oberbürgermeister Uli Burchardt gefilmt und auf Youtube zu Verfügung gestellt. Viel Spaß beim Zuschauen!

ZukunftsWerkStadt soll zur Marke werden

Konstanzer schaffen Klima! Dieses Motto, unter dem die Initiative ZukunftsWerkStadt stand, soll auch weiterhin Richtschnur für die nachhaltige Stadtentwicklung sein. So die Zwischenbilanz, die am Samstag, 15. Juni, von den Teilnehmern gezogen wurde.


Ein Beispiel für gelungene Bürgerbeteiligung ist die Neugestaltung der Ortsmitte Litzelstetten. Ortsvorsteher Heribert Baumann (ganz links) und Katja Romer und Bernfried Treude von der Spurgruppe Litzelstetten freuten sich über die konstruktive Zusammenarbeit.Ein Beispiel für gelungene Bürgerbeteiligung ist die Neugestaltung der Ortsmitte Litzelstetten. Ortsvorsteher Heribert Baumann (ganz links) und Katja Romer und Bernfried Treude von der Spurgruppe Litzelstetten freuten sich über die konstruktive Zusammenarbeit.

Grundstein für nachhaltiges Handeln gelegt

Konstanz war eine von 15 Städten und Landkreisen, die im Rahmen der Initiative ZukunftsWerkStadt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wurden.  Weiterlesen

Fahrt nach Fläsch und Langenegg

Heute fuhr eine Gruppe Konstanzer Bürger und Bürgerinnen nach Fläsch in der Schweiz und Langenegg in Österreich, um sich hier anzuschauen, wie Städte und Dörfer in unseren Nachbarländern nachhaltige Stadtentwicklungsstrategien entwickeln und umsetzen. Hierbei wurden sie von Jochen Friedrichs (ASU) und den Ortvorstehern Roger Tscheulin (Dettingen) und Heribert Baumann (Litzelstetten) begleitet.

Die TeilnehmerInnen zeigten sich von den informativen Führungen begeistert.

Anmerkungen zu dem Bürgerbeteiligungsprozess der Zukunftswerkstatt Litzelstetten

Der Bürgerbeteiligungsprozess in Litzelstetten ist sehr zu begrüßen. Nun haben Bürger von jeher Ideen sowohl auf Bundes-, Landes- als auch kommunaler Ebene eingebracht, jedoch mit vorwiegend geringerem Erfolg. Der Grund lag und liegt nicht in einer Verkennung der Sachlage seitens des Bürgers, sondern darin, dass Amtspersonen oder Kommunalpolitiker eine gewisse Skepsis gegenüber Außenstehenden an den Tag legten und noch legen.

In Litzelstetten warten Bürger seit 9 Jahren auf eine Beleuchtung an dem Verbindungsweg vom Dorffriedhofsweg zum Kornblumenweg westlich der Dorfwiese. Diese dringende Maßnahme wurde Jahr für Jahr permanent angemahnt. Für die Freizeitgestaltung wurden dagegen Geldmittel für das Anlegen einer Boule- Bahn an der Dorfwiese bereit gestellt, die jedoch sehr selten genutzt wird. Weiterlesen

Was passiert in den anderen ZukunftsWerkStädten?

Fona…denn nicht nur Konstanz, sondern insgesamt 16 deutsche Städte nehmen am Projekt der ZukunftsWerkStadt teil.

Konstanz hat dabei die Vision der 2000-Watt-Gesellschaft, bei der der Energiebedarf jedes Einwohners seiner durchschnittlichen Leistung von 200 Watt entsprechen soll.  Um das erreichen zu können, braucht es auf verschiedenen Ebenen  angepasste Maßnahmen, um die gezielten Wirkungen hervorzurufen. Die Stadt gestaltet daher Bürgerbeteiligungsprozesse bei der Neugestaltung der Ortsmitte, Bürgerforen zu den Themen Energie und Mobilität und gibt ihren Einwohner die Möglichkeit, Nachhaltigkeit im Selbstversuch zu testen. Weiterlesen

Ortschaftsrat stimmt Beschlusstext zum Architektenwettbewerb zu

Nachdem bereits ein Arbeitstitel für das Projekt Litzelstetten-Mitte gefunden wurde („Litzelstetten – ein lebendiges Dorf am See im Wandel“), erläuterte Jochen Friedrichs vom Amt für Stadtplanung und Umwelt in der April-Sitzung des Ortschaftsrates den Beschlusstext über die Durchführung des Architektenwettbewerbs, der dem Technischen und Umwelt-Ausschuss der Stadt zur Abstimmung vorgelegt wird. Friedrichs zeigte nochmals auf, wie sich das Vorgehen um das Areal an der Martin-Schleyer-Straße entwickelt hatte: Vom einstigen Vorschlag des Litzelstetter Unternehmer- und Gastgeberkreises (LUGa) für deinen Dorfplatz über den Studentenworkshop, der mehrere „Mitten“ im Ort erkannte, den Beschluss über die Durchführung eines Wettbewerbs im Gemeinderat, den Kauf des Geländes durch die WOBAK und schließlich die umfassende Bürgerbeteiligung, mit deren Hilfe viele der Anliegen aus der Einwohnerschaft berücksichtigt werden konnten. Weiterlesen

Fahrt nach Fläsch und Langenegg am 27. April 2013

Am Samstag, den 27. April 2013 organisieren wir für die Bürgerinnen und Bürger Dettingens und Litzelstettens im Rahmen der ZukunftsWerkStadt Konstanz eine Fahrt nach Fläsch in der Schweiz und Langenegg in Österreich. Dies sind Gemeinden, welche durch ihre jahrelangen Dorfentwicklungsprozesse unter der starken Beteiligung der Bürger bereits Preise für ihre erfolgreichen Umsetzungen gewonnen haben. Wir möchten Sie gerne einladen, sich diese Gemeinden anzuschauen und vielleicht Ideen auch für Litzelstetten und Dettingen mitzunehmen. Wir würden uns freuen, wenn Sie als engagierte Bürgerinnen und Bürger bei dieser Fahrt dabei sind!

Die Fahrt ist für die Bürgerinnen und Bürger kostenlos, die Verpflegung muss selbst mitgebracht bzw. vor Ort erstanden werden (es wird wahrscheinlich in Langenegg eine Kaffeepause geben). Das Programm ist noch nicht ganz festgelegt, jedoch wird es sicherlich aufgrund der Distanzen eine ganztägige Fahrt- vermutlich wird um 8 Uhr morgens gestartet, während die Rückkehr zwischen 17 und 18 Uhr liegen wird.

Mehr Informationen zu Fläsch gibt hier und zu Langenegg kann man sich diese Seite anschauen.

Bei Interesse bitte bei mir melden: entweder per Mail catherin.krukenmeyer@translake.org, per Telefon 07531 – 3659230 oder Fax 07531 – 3659234. Bitte geben Sie dabei Ihre Kontaktdaten an.

Pressespiegel – was passiert in den anderen ZukunftsWerkStädten?

Kurzmitteilung

Auch in den anderen ZukunftsWerkStädten entwickeln sich aus der Zusammenarbeit von BürgerInnen und Verwaltung interessante Projekte. Wer möchte, kann sich ein paar Beispiele im aktuellen Pressespiegel durchlesen:

Wie die Lüneburger leben wollen

ZukunftsWerkStadt findet positives Echo (Leutkirch)

Projekte schreiten weiter voran (Norderstedt)

Spurgruppe trifft Lenkungsgruppe

Die Litzelstetter Spurgruppe, die die Bürgerbeteiligung in Sachen Gestaltung von Litzelstetten-Mitte vorbereitet und begleitet hat, ist auf die federführende Lenkungsgruppe aus Baubürgermeister Werner, WOBAK-Vertreter Lehmann und Ortsvorsteher Baumann getroffen. Im technischen Rathaus in Konstanz tauschte man sich über die bisherigen Schritte aus und warf einen Blick auf die Weiterentwicklung der Überplanung des Geländes an der Martin-Schleyer-Straße. Nach der Vorstellung des ersten Entwurfes des Auslobungstextes für den Architektenwettbewerb in der Litzelstetter Grundschule wurde in der März-Sitzung des Ortschaftsrates ein Titel für das Projekt gewählt. Im April wird die endgültige Ausschreibungsformulierung im Gremium beschlossen, ehe sie danach in den Technischen und Umweltausschuss der Stadt gelangt. Weiterlesen

„Litzelstetten – Ein lebendiges Dorf am Bodensee im Wandel“

Der Ortschaftsrat hat sich in seiner März-Sitzung dem Titel für den Ausschreibungstext zum Architektenwettbewerb über die Überplanung des Areals Litzelstetten-Mitte an der Martin-Schleyer-Straße gewidmet, der im April dem Gremium zur Abstimmung vorgelegt wird. Die Überschrift soll einerseits für die Architekten als herausfordernde und zum Nachdenken anregende Leitlinie, aber darüber hinaus auch längerfristig zur Nachprüfung des Erreichten und als identitätsstiftende Aussage für die Litzelstetter gedacht sein.

 Deshalb nahmen sich die Ortschaftsräte auch viel Zeit, verschiedene Vorschläge zu diskutieren. Jochen Friedrichs vom Amt für Stadtplanung und Umwelt, der neben Renate Gauß als Planer der Stadt unter anderem in der Lenkungs- und Spurgruppe zur Bürgerbeteiligung bei diesem Bauvorhaben vertreten ist, hatte bereits einen Vorschlag mitgebracht: „Litzelstetten, ein zeitgenössisches Dorf“. Ihm ging es dabei darum, das im Bürgerworkshop angesprochene Bedürfnis nach Beibehaltung des Dorflebens mit der Weiterentwicklung Litzelstettens, die sich besonders seit den 70er-Jahren offenbart hat, zu kombinieren und indirekt die Frage zu stellen: Wie sieht ein Dorf heute aus? Weiterlesen

Litzelstetten-Mitte: Applaus für Stadtplanung

Präsentation des Auslobungstextes für den Architektenwettbewerb

Mit großem Lob und Dank konnte Jochen Friedrichs vom Amt für Stadtplanung und Umwelt (ASU) der Stadt Konstanz nach einer überaus zustimmenden und konstruktiven Debatte über seine Präsentation des Auslobungstextes für den Architektenwettbewerb zu Litzelstetten-Mitte die Grundschule verlassen. Dort hatte am 26. Februar 2013 eine Informationsveranstaltung für die Bürgerinnen und Bürger, aber auch für den Ortschaftsrat stattgefunden, auf welcher rund 50 Zuhörer wissen wollten, was sich nach dem Workshop am 1. Dezember 2012 im katholischen Gemeindehaus getan hatte – und wie es nun weitergeht. Weiterlesen

Ortsmitte Litzelstetten – Präsentation der Ergebnisse

Jochen Friedrichs präsentiert den Auslobungstext.

Jochen Friedrichs präsentiert den Auslobungstext.

Gestern fand in der Litzelstetter Grundschule die Bürgerinformation zu den weiteren Schritten der Bürgerbeteiligung für die Ortsmitte statt.

Bereits im Dezember letzten Jahres, vorbereitet durch eine Spurgruppe aus Litzelstetter BürgerInnen, hatte ein Bürgerworkshop stattgefunden. Hier waren Ideen, Wünsche und Bedürfnisse der Litzelstetter gesammelt worden. Daraus wurden die Grundlagen für den Auslobungstext von Jochen Friedrichs und Renate Gauß (Amt für Stadtplanung und Umwelt) präsentiert. Dieser bildet die Grundlage für den Architektenwettbewerb, welcher einen Ideen- wie auch einen Realisierungsteil beinhalten wird.

Bürgerinformation Litzelstetten

Bürgerinformation Litzelstetten

Wer gestern nicht dabei sein konnte und Interesse an weiteren Informationen hat, kann sich aber gerne die Präsentationen auf diesem Wege anschauen:

Vorstellung des Auslobungsentwurfs

Ergebnisworkshop Präsentation

Ortsmitte Litzelstetten: Vorstellung des Auslobungstextes

Plakat Bürgerinfo

Bild& Design: W. Flick, B. Treude, B. Wind

Die Bürgerbeteiligung um die Ortsmitte Litzelstetten geht in die nächste Runde!

Am Dienstag den 26. Februar 2013, 18 Uhr wird in der Aula der Grundschule Litzelstetten der Entwurf des Ausschreibungstextes für den Architektenwettbewerb zur Neugestaltung der Litzelstetter Ortsmitte präsentiert.

Hierzu laden wir gerne alle interessierten Bürger und Bürgerinnen ein!

Auch im Litzelstetter Ortsblättle und Newsletter wurde die Bürgerinformation bereits angekündigt (ein Dankeschön an Dennis Riehle): Klick!

Modelle entwerfen für die Stadt der Zukunft

Insgesamt 27 Städte und Landkreise in Deutschland nehmen an dem Projekt der ZukunftsWerkStadt teil – die nachhaltige Stadtentwicklung wird ein immer wichtigeres Thema. Die Bürgerbeteiligung ist ein wichtiger Bestandteil- die Bürgerinnen und Bürger sollen miteintscheiden und mitdenken dürfen, wie ihre Stadt in der Zukunft aussehen soll.

Die Leuphana-Universität Lüneburg bietet hierzu einen sehr spannenden Online-Kurs an: Im “ThinkTank Cities“ entwerfen internationale Teams Modelle für das künftige Leben in den Städten. Geleitet wird der Kurs durch den amerikanischen Architekten Professor Daniel Libeskind, welcher in Deutschland vor allem für den Bau des Jüdischen Museums in Berlin bekannt ist.

Zwar hat der Kurs bereits begonnen, aber es ist noch möglich, sich zu registrieren. Der Kurs ist umsonst und für Studenten auch anrechenbar- nur wer ein Zertifikat erhalten möchte, muss eine Gebühr von 20 € bezahlen. Der Arbeitsaufwand kann, je nach persönlicher Situation, angepasst werden (zwischen weniger als 5 und mehr als 15 Stunden pro Woche). Mehr Infos gibt es hier und registrieren kann man sich auf dieser Seite.

Unser Blog macht Weihnachtspause!

Auch die fleißigen BloggerInnen der  ZukunftsWerkStadt verabschieden sich in die Weihnachtspause.

Ab dem 2. Januar 2013 sind wir wieder für euch da. Artikel und Kommentare können dann wieder moderiert werden.

Wer noch ein Geschenk auf den letzten Drücker braucht, kann sich in diesem Artikel ein paar nachhaltige Anregungen holen!

Wir wünschen euch allen ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins Jahr 2013!

Die Dokumentation des Workshops Litzelstetten ist online!

Bürgerworkshop Litzelstetten

Bild: C. Krukenmeyer / translake GmbH. Bürgerworkshop Litzelstetten.

Die Dokumentation des Bürgerworkshops zur Ortsmitte Litzelstetten ist nun vollständig und kann hier heruntergeladen werden:

Dokumentation Bürgerworkshop Litzelstetten Teil 1

Dokumentation Bürgerworkshop Litzelstetten Teil 2

Über Anregungen und Ergänzungen, Lob und Kritik freuen wir uns!

Kurzmitteilung

“Was Städte und Dörfer lebenswert macht”

Im ORF gab es gestern einen interessanten Radiobeitrag zum Thema der Gestaltung von Ortsmitten mit der zentralen Frage: “Wie gelingen in einer Zeit oft leerer Gemeindekassen anspruchsvolle Revitalisierungen und Neubauten, und kann man damit oft beklagten Tendenzen wie Landflucht oder Zersiedelung trotzen?”

Ausschnitte kann man hier hören.

Bürgerworkshop zu Litzelstettens Ortsmitte: Konstruktiv und voller Aufbruchsstimmung

Litzelstetter bei der Arbeit

Bild: C. Krukenmeyer, translake GmbH. Eine Arbeitsgruppe.

Gut 40 Bürgerinnen und Bürger haben sich am 01. Dezember 2012 im Katholischen Gemeindehaus am Kornblumenweg zum Work- shop über die Weiterentwicklung der Litzelstetter Ortsmitte Ge- danken gemacht. Im Vorfeld hatte eine Spurgruppe aus sieben Bürgern, die nach einem Kriterienkatalog ausgewählt worden waren, in Zusammenarbeit mit dem Amt für Stadtplanung und Umwelt und unter Moderation von Wolfgang Himmel („translake“ GmbH) den Tag vorbereitet. Plakate, Flyer und Logos machten auf die Veranstaltung aufmerksam. Weiterlesen

Erste Fotos vom Bürgerworkshop Litzelstetten

Bild: C. Krukenmeyer / translake GmbH. Mehrere Generationen von Litzelstettern während des Workshops.

Bild: C. Krukenmeyer / translake GmbH. Mehrere Generationen von Litzelstettern während des Workshops.

Am Samstag, den 1. Dezember 2012, trafen sich knapp 50 Bürger im Katholischen Gemeindezentrum in Litzelstetten, um Ideen zur Entwicklung der Ortsmitte zu sammeln.

Zurzeit wird die Dokumentation zum Workshop zusammengestelt- währenddessen können Sie sich hier schon einmal erste Impressionen über unsere Bildergalerie holen!

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Dokumentation des Bürgerworkshops in Dettingen

Design: R. Schiel.

Die Dokumentation des Bürgerworkshops in Dettingen vom 18. November 2012 ist nun vollständig und kann hier heruntergeladen werden: Dokumentation Bügerworkshop Dettingen.

Bereits im Vorfeld hatten Dettinger Bürger sich Gedanken über die Entwicklung ihrer Dorfmitte gemacht. Diese Ideen und Konzepte stellen wir ebenfalls zum Download bereit: Weiterlesen

Spurgruppe in Aktion: Bilder zur Ortsmitte

Teile der Spurgruppe Litzelstetten vor Schaufenster.

Bild: W. Flick; (v. l.n.r.): Brigitte Wind, Wolfgang Flick, Katja Romer, Regina Wesner, Bernfried Treude, Klaus Frommer (Verwaltungsleiter), Catherin Krukenmeyer (translake GmbH); es fehlen: Regina Armbruster, Dennis Riehle, Wolfgang Himmel (Moderator, translake GmbH), Renate Gauß, Jochen Friedrichs (beide Amt für Stadtplanung und Umwelt)

Im Vorfeld des Bürgerworkshops am 01. Dezember 2012 hat die Litzelstetter Spurgruppe aus sieben Einwohnern in einer Aktion Werbung für die Veranstaltung gemacht und sichtbare Zeichen gesetzt:

 Am Schaufenster des ehemaligen „Schlecker“-Ladens in der Martin-Schleyer-Straße haben sich die für die Bürgerbeteiligung in Sachen Ortsmitte verantwortlichen Litzel-stetter zum Aufkleben von Fotos aus dem Dorfkern versammelt, die Alt-Ortschaftsrat und Hobbyfotograf Erwin Gloe Weiterlesen

Pressespiegel zur Ortsmitte Litzelstetten

Kurzmitteilung

Was passiert zurzeit beim Bürgerbeteiligungsprozess in Litzelstetten und Dettingen? Hier finden Sie die letzten Pressestimmen:

Bürger sollen Ideen für Litzelstetter Ortsmitte liefern

Hintergrund: So werden die Einwohner von Litzelstetten am Planungsprozess beteiligt

Intensive Debatte um Dorfentwicklung

Die Artikel stammen von Aurelia Scherrer und Nikolaj Schutzbach und wurden am 15. November 2012 im Südkurier veröffentlicht.

Ortsmitte Litzelstetten – seit langem im Gespräch

Wolfgang Flick ist der Sprecher des Litzelstetter Unternehmer- und Gastgeberkreises (LUGa) und stellt das folgende “historische” Dokument aus dem Jahre 2010 online, welches die ersten Ideen aus Sicht des LUGa zur Ortsmitte Litzelstetten präsentiert.

 Catherin Krukenmeyer für die translake GmbH Weiterlesen

Ortsbegehung Dettingen

Begrüßung durch Ortsvorsteher Tscheulin.

Bild: J. Roensch. Begrüßung durch Ortsvorsteher Tscheulin.

Die Ortsmitte von Dettingen soll auf Grund verschiedener anstehender Veränderungen wie z.B. dem Umzug der Grundschule vom alten ins neue Schulhaus, der Erweiterung des Kindergartens, erheblicher Defizite im Freiraum und einiges mehr zu einem attraktiven Ort für Jung und Alt umgestaltet werden. Hierzu sind alle Bürger Dettingens eingeladen. Weiterlesen

Dettingen – die Mitte – sind wir alle

Dettingen - die Mitte - sind wir alle

Design: R. Schiel

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger von Dettingen-Wallhausen!

Die Ortsmitte von Dettingen soll zu einem attraktiven, liebenswerten Begegnungsraum
für Jung und Alt neu gestaltet werden, der alle Interessensbereiche weitestgehend zufrieden
stellt. In neuen oder auch teilweise umgestalteten Räumen soll Platz geschaffen
werden für allerlei Aktivitäten:

  • für Musik, Sport, Gymnastik
  • Aktivitäten der VHS und privaten Anbietern
  • Café und Seniorenwohnanlage mit Pflegeeinrichtung
  • für Feste, Flohmärkte, Weihnachtsmärkte,
  • Fasnet, Maibaum setzen usw.

Kurzum: eine Begegnungsstätte für alle! Weiterlesen

Bürgerbeteiligung in Litzelstetten: Neuland für Verwaltung und Bürger

Die rot-grüne Koalition in Baden-Württemberg dürfte damit zu ihrem Wahlsieg beigetragen haben, die Stuttgarter haben es bezüglich Tiefbahnhof lange Zeit vermisst und die Kanzlerin versucht es über Videobotschaften und Chats: Bürgerbeteiligung ist zu einem geflügelten Wort geworden, das sich derzeit immer wieder in Medien und gesellschaftlichen Diskursen finden lässt.

Das Anliegen, die Bevölkerung nicht nur zum Engagement zu bewegen, sondern ihr auch Rechte der Mitwirkung zu geben, berührt den Ansatz direkter Demokratie. Und sie sind  gerade in einem repräsentativen System immer ein heikler Pfad zwischen denen, die gewählte Verantwortung tragen – und denen, die als Souverän auf das Recht des Gehörtwerdens verweisen. Weiterlesen

Einladung: Bürgerworkshop Ortsmitte Litzelstetten

Plakat Workshop Ortsmitte Litzelstetten

Bild & Design: W. Flick

Liebe Litzelstetter Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Wie Sie sicher aus der Presse und dem Dorfgeschehen entnommen haben, beschäftigt uns derzeit die Neugestaltung unserer Ortsmitte: Nicht nur, dass an markanter Stelle in der Martin-Schleyer-Straße alsbald ein Freiraum zur Nutzung und Bebauung entstehen wird, sondern auch die uns seit langem drängende Frage nach einem wahren Dorfkern stellen uns vor die Herausforderung und die Gelegenheit, als Bürger das Wort zu ergreifen. Weiterlesen

Spurgruppe lotet Wege für Bürgerbeteiligung in Litzelstetten-Mitte aus

Spurgruppe Litzelstetten

Bild: C. Krukenmeyer / translake GmbH
v.l.n.r.: Regina Armbruster, Wolfgang Himmel (Moderator), Regina Wesner, Bernfried Treude, Brigitte Wind,Jochen Friedrichs (ASU), Wolfgang Flick, Renate Gauss (ASU), Katja Romer, Dennis Riehle

Mit ersten Sitzungen in der Litzelstetter Ortsverwaltung hat sich ein eingesetztes Gremium zur Auslotung von Wegen der Bürgerbeteiligung im Rahmen einer Weiterentwicklung der Dorfmitte an  der Martin-Schleyer-Straße mitsamt dem frei werdenden Areal und den angrenzenden Gebieten in Kornblumen-, Komturweg u.a. getroffen. Die sogenannte „Spurgruppe“ ist von einem Lenkungsteam aus Ortsvorsteher Heribert Baumann, Baubürgermeister Kurt Werner und einem Vertreter der WOBAK beauftragt, den Dialogprozess mit den Litzelstetter Einwohnern zu fördern. Weiterlesen

Ortsmitte Litzelstetten und Dettingen

*Passivhausbesitzer

Neben der urbanen Kernstadt werden exemplarisch in den Ortsteilen Litzelstetten und Dettingen mögliche städtebauliche Veränderungen angegangen. Diese sollen die Attraktivität des Ortsteils (kurze Wege) steigern und so einen Beitrag zur ressourceneffizienten Stadt leisten. Durch eine frühzeitige Beteiligung der Bürgerinnen und Bürgern sollen die Zielkonflikte zwischen Verkehr, Aufenthaltsqualität, Begegnungsräumen, Nahversorgung mit dem täglichen Bedarf und Wohnraum für unterschiedliche Zielgruppen bearbeitet werden. So werden mögliche Chancen für eine nachhaltige Gestaltung ausgelotet und von allen getragene Lösungen gefunden.

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