Spurgruppe trifft Lenkungsgruppe

Die Litzelstetter Spurgruppe, die die Bürgerbeteiligung in Sachen Gestaltung von Litzelstetten-Mitte vorbereitet und begleitet hat, ist auf die federführende Lenkungsgruppe aus Baubürgermeister Werner, WOBAK-Vertreter Lehmann und Ortsvorsteher Baumann getroffen. Im technischen Rathaus in Konstanz tauschte man sich über die bisherigen Schritte aus und warf einen Blick auf die Weiterentwicklung der Überplanung des Geländes an der Martin-Schleyer-Straße. Nach der Vorstellung des ersten Entwurfes des Auslobungstextes für den Architektenwettbewerb in der Litzelstetter Grundschule wurde in der März-Sitzung des Ortschaftsrates ein Titel für das Projekt gewählt. Im April wird die endgültige Ausschreibungsformulierung im Gremium beschlossen, ehe sie danach in den Technischen und Umweltausschuss der Stadt gelangt.

Der zweiphasige Wettbewerb, der zunächst Offenheit für alle Bewerbungen lasse, dürfte nach Worten von Bürgermeister Werner im dritten Quartal 2013 zu einem Ende gelangen, die endgültigen Entscheidungen und Lösungen seien dann für das vierte Quartal zu erwarten. Der Moderator der Spurgruppe, Wolfgang Himmel, lobte ebenso wie Bürgermeister Werner und Ortsvorsteher Baumann die positive Stimmung in der Spurgruppe. Man habe zu Recht medial Anerkennung bekommen. Es seien „schöne Ideen“ aus der Bürgerschaft eingeflossen, zu den Vorstellungen der WOBAK habe es kaum Diskrepanz gegeben.

In den nächsten Monaten werde das Projekt im Amt für Stadtplanung und Umwelt vorrangig behandelt. Die Planer Jochen Friedrichs und Renate Gauss erhielten ihrerseits von der Spurgruppe Respekt dafür, die Wünsche der Bürger in großer Übereinstimmung übernommen zu haben. Friedrichs betonte, dass das gewachsene Vertrauen zwischen Verwaltung und Spurgruppe zu dem konstruktiven und erfolgreichen Bürgerbeteiligungsprozess geführt habe. WOBAK-Vertreter Lehmann äußerte, dass er glücklich darüber sei, wonach der Eindruck entstanden ist, dass man miteinander reden könne.

Gewisse Herausforderungen bleiben noch mit der Gestaltung des Erdgeschosses der neuen Wohnanlage bestehen. Hier müsse man Flexibilität wahren, so Werner, um entweder für Gewerbe gerüstet zu sein oder auch andere Nutzung kurzfristig zu ermöglichen. Sicher sei, dass man sich bezüglich eines Gemeinschaftsraumes und dessen Nutzung im Gespräch mit dem städtischen Jugend- und Sozialamt befinde. Bei der Vielzahl der wohnungssuchenden Familien bestünde zudem weiterhin Bedarf an großen Wohnungen über 4 Zimmer, betonten Teile die Spurgruppe. Praktisch umsetzbar sei dies laut WOBAK aber selten, da hier auch die Bestimmungen der Landeswohnraumförderung entgegenstehen, die für 15 Jahre gelten. Demnach kann zunächst nur an Mieter mit einem Wohnberechtigungsschein verpachtet werden. Dieser steht der jeweiligen Einkommensgrenze gegenüber.

In Sachen Tiefgarage und dem Wunsch nach einer zweistöckigen Lösung, die auch die Nutzung von Außenstehenden erlauben würde, entgegnete Baubürgermeister Werner, dass solch eine Option nicht dem ländlichen Charakter eines Ortes entspreche und völlig untypisch sei. Viel eher plädierte er dafür, die Hauptstraße im Zuge einer Umgestaltung für weitere verkehrsberuhigende Elemente, eben beispielsweise Parkplätze, zu nutzen und auch im „oberirdischen“ Bereich nach weiteren einzelnen Gelegenheiten zu suchen, Stellplätze zu schaffen.

Insgesamt versicherte Werner, dass eine Weiterentwicklung der Planungen zu jedem Zeitpunkt möglich sei und man schlussendlich auch auf sich verändernde Gegebenheiten reagieren könne. Jochen Friedrichs erläuterte noch den Ablauf des Wettbewerbsverfahrens, an dem Ortschaftsräte als stimmberechtigte Teilnehmer, Spurgruppenmitglieder als mitdiskutierende Gäste, vorgesehen sein. Die Spurgruppe äußerte sich dankbar, dass viele der Anregungen der Menschen aufgenommen wurden. WOBAK-Repräsentant Lehmann sagte, „mitdenkende Menschen seien immer willkommen“. Und Ortsvorsteher Baumann betonte nochmals, dass der Bürgerbeteiligungsprozess Vorbild für weitere Verfahren dieser Art in der Zukunft sei.

Im Gespräch wurde auch die allgemeine Situation des Wohnraumbedarfes in Litzelstetten angesprochen. Viele Suchende würden gern in Litzelstetten bleiben, es stünden oftmals auch große Gebäude leer oder würden nur von ein oder zwei Personen bewohnt. Langfristig sei hier das Ziel, auch Wohnungstäusche zu fördern, war man sich einig. Ebenso könnten Projekte wie das Zusammenleben von Studenten und älteren Menschen unterstützt werden. Ortsvorsteher Baumann sagte, man werde hierzu auch an die Öffentlichkeit treten.

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