Anmerkungen zu dem Bürgerbeteiligungsprozess der Zukunftswerkstatt Litzelstetten

Der Bürgerbeteiligungsprozess in Litzelstetten ist sehr zu begrüßen. Nun haben Bürger von jeher Ideen sowohl auf Bundes-, Landes- als auch kommunaler Ebene eingebracht, jedoch mit vorwiegend geringerem Erfolg. Der Grund lag und liegt nicht in einer Verkennung der Sachlage seitens des Bürgers, sondern darin, dass Amtspersonen oder Kommunalpolitiker eine gewisse Skepsis gegenüber Außenstehenden an den Tag legten und noch legen.

In Litzelstetten warten Bürger seit 9 Jahren auf eine Beleuchtung an dem Verbindungsweg vom Dorffriedhofsweg zum Kornblumenweg westlich der Dorfwiese. Diese dringende Maßnahme wurde Jahr für Jahr permanent angemahnt. Für die Freizeitgestaltung wurden dagegen Geldmittel für das Anlegen einer Boule- Bahn an der Dorfwiese bereit gestellt, die jedoch sehr selten genutzt wird.

Ferner wurde der Vorschlag vor etlichen Jahren vorgebracht, einen schattigen Fußweg von den Dorfäckern zu dem Strandbad durch den Tobel anzulegen, damit der umweltschädliche Autoverkehr zum Strandbad reduziert werden kann. Schränke zum Unterstellen von Utensilien stehen im Strandbad zur Verfügung. Privatrechtliche Bedenken sollten nicht oberste Priorität haben, sonst wäre auch keine Verlängerung der Seestraße bis zum Hörnle geschaffen worden oder auf der Insel Reichenau der Rundweg am nördlichen, westlichen  und teilweise am südlichen Ufer.

Ein weiterer Vorschlag bezog sich auf eine engere Verflechtung der östlichen und westlichen Hälfte des Ortsteiles mittels Zebrastreifen in Abständen von 100 m. Vorbild dafür war die Stadt Rorschach im Kanton St. Gallen. Durch die kurz aufeinanderfolgenden Übergänge würden Autofahrer zwangsläufig die Geschwindigkeit reduzieren. Fußgänger- Ampelanlagen mit Grün- Anzeige dagegen ermuntern zum Gasgeben, Querungshilfen mittels Inseln bremsen ebenfalls nicht den motorisierten Verkehr. Das Argument, Autofahrer würden Zebrastreifen ignorieren und somit gefährliche Situationen für Fußgänger schaffen, ist sehr kritisch zu hinterfragen, denn diese Aussage gleicht einer Kapitulation.

Außerhalb des Ortsbereiches sind an einigen Wanderwegen bei Abzweigungen keine Hinweisschilder vorhanden. Ebenso sind nur wenige Sitzbänke an den Wanderwegen in der weiteren Umgebung zu finden. Die Umgebung eines Erholungsortes sollte mit diesen einfachen Mitteln erschlossen werden.

Alle Mobilfunknetzbetreiber konnten ihre Mobilfunkanlagen im Ortszentrum errichten. Da die umliegenden Häuser nicht wesentlich niedriger sind, teilweise gleich hoch, werden in den oberen Geschossen der Häuser sehr hohe Strahlungswerte gemessen. Deshalb steht Litzelstetten in der „Hitliste“ der Strahlenbelastung in Deutschland sehr weit oben. Die Standorte der MF- Anlagen mit den einzeln aufgeführten Sektorantennen und den Hauptstrahlrichtungen sind hier ersichtlich: Mobilfunkanlagen mit Strahlrichtung.  In einer weiteren Anlage sind die Messergebnisse der Bundesnetzagentur zu ersehen. Dabei ist zu beachten, dass vom 17.03. bis 02.05.2010 die Mess- Station auf dem Dach des Städtischen Kindergartens und vom 02.05. bis 25.08.2010 auf der Dachterrasse des Gebäudes Martin-Schleyer-Straße 10 stand. Für eine optimale Kommunikationsverbindung benötigt das Mobilgerät nur 0,001 Mikrowatt pro qm; in ca. 100m Entfernung von der nächstgelegenen Sendeanlage wurden bis zu 32.000 Mikrowatt pro qm gemessen.

Die Bestrahlung des Außenbereiches des Städtischen Kindergartens nimmt nach der im Dezember 2012 durchgeführten neuen Ausrichtung von 2 Sektorantennen auf dem Gebäude Am Rinzler 2 dramatische Züge an (Bestrahlung des städt. Kindergartens Litzelstetten).

Das geplante Wohnhaus der WOBAK würde in der 3. Etage ( 2.Obergeschoss) noch einer höheren Bestrahlung an der Westfront ausgesetzt sein – siehe Bestrahlung des geplanten WOBAK-GebäudesKN-Litzelstetten WOBAK-Gebäude und Ergänzung KN-Litzelstetten WOBAK-Gebäude.

Angesichts dieser enormen gesundheitlichen Gefährdung, die sich bereits mehrfach tragisch bei den Bürgern auswirkte, wäre es angebracht, die Verlagerung der Mobilfunksendeanlagen an die technisch möglichen vorgeschlagenen Standorte vorrangig vor anderen Maßnahmen ohne „Wenn und Aber“ durchzuführen – siehe Alternative Mobilfunkversorgung Litzelstetten und Alternativstandorte für Litzelstetten. Eine wissenschaftlich fundierte Simulation als Beispiel für den Mobilfunkdienst GSM 1800 – siehe Anlage Strahlungsdichte nach Cost-Walfisch beweist die einwandfreie Mobilunkversorgung für das Wohngebiet von Litzelstetten.

Günter Dolak

BG für ein strahlungsarmes Leben

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