Ideen- und Realisierungsteil des Architektenwettbewerbs zur Litzelstetter Ortsmitte

Architektenwettbewerb Litzelstetter Ortsmitte

Architektenwettbewerb Litzelstetter Ortsmitte

In einer neuneinhalbstündigen Sitzung haben die Mitglieder der Jury für den Ideen- und Realisierungsteil zur Litzelstetter Dorfmitte am 20. September 2013 getagt. Unter Mitwirkung von Fachpersonen aus Städtebau, Planung und Architektur, aber auch Vertretern aus Politik, Ortschaftsrat und WOBAK sowie Gästen aus der Spurgruppe für Bürgerbeteiligung wurden die 36 eingereichten Entwürfe des Ideenteils, der grobe Grundzüge für die neue Bebauung und das Umfeld des frei werdenden Geländes an der Martin-Schleyer-Straße, Ecke Kornblumenweg, liefern soll, debattiert und bewertet. Etwa die Hälfte der eingegangenen Projekte wurden für den zweiten, den Realisierungsteil, ausgewählt. In diesem geht es nun um die konkrete Ausgestaltung des Bauvorhabens. Am 22. November 2013 findet dann die endgültige Siegerfestlegung statt. Ortsvorsteher Heribert Baumann sprach von einem spannenden und interessanten Prozess, der viele bunte und ungeahnte Anregungen gebracht habe.

Zuvor hatte die durch den Ortschaftsrat Litzelstetten aus engagierten Bürgern zusammengestellte Spurgruppe, die einen repräsentativen Querschnitt aus der Bevölkerung des Teilortes abbilden sollte, über Monate hinweg den Prozess über die Ausgestaltung der Wettbewerbsausschreibung kritisch begleitet. In mehreren Sitzungen war ein Bürgerworkshop vorbereitet worden, auf dem die Einwohner anhand verschiedenster Fragestellungen ihre Ideen, Erwartungen und Wünsche an die neue Bebauung in der Ortsmitte einbringen konnten. In enger Rückkoppelung mit dem Amt für Stadtplanung und Umwelt und unter Moderation von „translake“-Geschäftsführer Wolfgang Himmel wurden durch die Spurgruppe stellvertretend stets neue Impulse eingegeben, die letztlich auch in den Ausschreibungstexten Niederschlag fanden. Diese waren wiederum Gegenstand einer Präsentation vor der Bürgerschaft, ehe anschließend über Erfahrungen der Abläufe mit Bürgermeister Kurt Werner gesprochen wurde.

Neben einem Ausflug mit Besichtigung von Dorfentwicklungskonzepten in der Schweiz und Vorarlberg gehörte zum weiteren Aufgabenprogramm der Spurgruppe schlussendlich auch die Entsendung von Bürgervertretern in die Entscheidungsrunden des Architektenwettbewerbs, an dem diese als Gäste beratend teilnahmen. Das Team aus Regina Armbruster, Wolfgang Flick, Dennis Riehle, Katja Romer, Bernfried Treude, Regina Wesner und Brigitte Wind will auch nach der Auswahl für ein Bebauungskonzept sicherstellen, dass die Interessen aus der Einwohnerschaft in Erinnerung bleiben und dass die Bürgerinnen und Bürger fortlaufend transparent über den Fortgang des Neubaus informiert werden. Dazu gehört auch, die auf dem Tisch liegenden Planungen rechtzeitig offen zu legen und gegebenenfalls nochmals mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Wichtig ist der Spurgruppe aber auch, die im Ideenteil gefassten Rahmenbedingungen für das Umfeld des Baugebietes als mögliche Leitlinie für die künftige Dorfentwicklung fortzuschreiben.

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