Permakultur Konstanz

Bill Mollison, 2008 - Quelle:

Bill Mollison, 2008 – Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Bill_Mollison

Der Begriff der Permakultur kommt ursprünglich aus dem Englischen und wurde aus “permanent” und “agriculture” gebildet. Neben dem Grundgedanken der nachhaltigen Landwirtschaft wird der Begriff heute um weitere Aspekte in verschiedenen Lebensbereichen erweitert: Gemeinschaftsbildung, ökonomische Konzepte, Regional- und Freizeitplanung, Hausbau, Gärtnern und Selbstversorgung.

In der Permakultur geht es um die Gestaltung eines lebendigen, natürlichen Systems, das man nachhaltig pflegt und welches die Grundlage für Mensch und Umwelt bildet. Diese beruht auf drei Grundprinzipien: Das Wohl des Menschen, das Wohl der Erde und das gerechte Teilen aller Ressourcen. Darum werden bei dieser Art der Landwirtschaft keine fossilen Brennstoffe verwendet und somit ein Beitrag zur CO2-Reduktion erbracht.

Der Australier Bill Mollison hat für diese Idee im Jahre 1981 den alternativen Nobelpreis erhalten. Teil der Ideen sind folgende Gestaltungsprinzipien:

1. Multiple Elements - Jede Funktion des Systems wird von mehreren Elementen erzeugt.
2. Multiple Functions - Jedes Element des Systems hat mehrere Funktionen.
3. Zones - Zonierung der einzelnen Systembereiche nach Nutzungsintensität.
4. Natural Succession - Berücksichtigung der natürlichen Entwicklung eines Elementes bzw. des Systems.
5. Optimize Edges - Optimierung der Randzonen als besonders aktive Bereiche des Systems.
6. Relative Location - Der relative Aufenthaltsort (Nische) eines Elements innerhalb des Systems.
7. Elevational Planning - Systementwicklung durch aufeinander aufbauende Elemente.
8. Energy Recycling - Wiederverwendung von Energien und Stoffen innerhalb des Systems.
9. Natural Ressources - Nutzung der natürlichen Ressourcen eines Systems.
10. Sectors - Identifizierung und Nutzung der von außen auf das System wirkenden Einflüsse (Sektoren).
11. Patterns - Verwendung von Entwurfsmustern zur Strukturierung des Systems.
12. Diversity - Schaffung einer großen Vielfalt von Elementen innerhalb des Systems.

Diese stammen aus einer tiefen Naturverbundenheit und -beobachtung. So arbeitet die Permakultur stets mit der Natur zusammen, nicht gegen sie. Wechselwirkungen und Vielfalt von Pflanzen, Klima und Tieren sind dabei elementar.

In der Stadt Konstanz gab es von April bis Juni 2014 einen Permakulturkurs, welcher sich seitdem jeden Mittwochabend an unterschiedlichen Orten trifft. Bei Interesse dort mitzumachen (Kontaktformular unten) oder wer weitere Informationen zum Thema sucht, wird hier fündig:

www.klimastadt-konstanz.de/transition-town/permakultur.html

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