Ausstellung “Auenwälder am Bodensee” mit Vortrag von Volker Kromrey

Natürliche Dynamik der Aue_ V. Kromrey_Bodensee-Stiftung

Natürliche Dynamik einer Aue; Volker Kromrey, Bodenseestiftung

Am Donnerstag, dem 5. März 2015, wird eine mobile Wanderausstellung um 19:30 Uhr im Palmenhaus des BUND Konstanz zu dem Thema “Mehr Mut zur Wildnis am Bodensee – Auenwälder am Bodensee” eröffnet. Diese wird für vier Wochen dort zu sehen sein. Dazu hält Volker Kromrey (Bodensee-Stiftung) einen Einstiegsvortrag.

Bei den Auenwäldern handelt es sich um einen Raum von höchster Biodiversität, welcher jedoch insbesondere am Bodenseeraum stark zurückgedrängt wurde. Um diese wertvollen Gebiete zu erhalten, haben sich Naturschutzbehörden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammengetan und die Lage untersucht, um entsprechende Vorschläge zu präsentieren, die der Entwicklung Einhalt gebieten können. Im Rahmen der Ausstellung wird dem Besucher die Besonderheit der Auenwälder näher gebracht.

Hier ist die offizielle Veranstaltungsmitteilung des BUND Konstanz und der Bodensee-Stiftung:

Bodensee_Stiftung_ZWS“Auenwälder sind Räume höchster Biodiversität. Trotzdem zählen sie zu den gefährdeten und am stärksten zurückgedrängten Lebensräumen in unserer Landschaft. Dieser Umstand ist auch international anerkannt und findet seinen Niederschlag etwa in der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der EU. Auenwälder sind dort als sogenannte „prioritäre Lebensräume“ aufgeführt und gelten somit als besonders schützenswert.

Ausgesprochen selten geworden sind die Auenwälder am Bodensee. Noch vor 200 Jahren säumten Weich- und Hartholzauen weite Bereiche des Bodenseeufers. Von diesen Wäldern finden wir heute nur noch kleine Relikte.

Eine Besonderheit am Bodensee sind die silbrig-weiß glänzenden Silberweiden-Auenwälder, ein Lebensraum der in ganz Europa gefährdet ist und unter Schutz steht. Die Silberweiden-Auenwälder brauchen die starken Wasserstandsschwankungen des Bodensees und sind in einem schlechten Zustand.

Gewässer- und Naturschutzbehörden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben gemeinsam und koordiniert durch die Bodensee-Stiftung das Interreg IV geförderte, grenzüberschreitende Projekt „Renaturierung der Auenwälder am Bodensee“ durchgeführt. In mehreren Studien wurden der Zustand und das Renaturierungspotenzial der Weichholzauen am Bodensee ermittelt und konkrete Maßnahmen zu deren Schutz und Entwicklung vorgeschlagen.

Die Wanderausstellung soll die Besonderheiten der Auenwälder aufzeigen um den Besuchern diesen einzigartigen Lebensraum näher zu bringen. Die Ergebnisse der Studien werden leicht verständlich zusammengefasst und mögliche Maßnahmen illustriert.

Am Donnerstag dem 5. März, 19:30 Uhr wird die mobile Wanderausstellung „Auenwälder am Bodensee“ im Palmenhaus in Konstanz eröffnet und ist dort für vier Wochen zu sehen. Der Eröffnungsvortrag von Volker Kromrey von der Bodenseestiftung informiert über die Charakteristik und den Zustand dieses einzigartigen Naturraumes am See und geht insbesondere auf die aktuelle Situation im Tägermoos ein. Der Eintritt ist frei!”

www.bodensee-stiftung.org

www.bund-konstanz.de

Naturschutztage 2015

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Auch 2015 ist es wieder soweit. Wie jedes Jahr finden die Naturschutztage zu Beginn des Jahres in Radolfzell am Bodensee statt. Der NABU Bezirksverband Donau-Bodensee hat das 4-tägige Event vom 3. Januar bis zum 6. Januar, das im Tagungs- und Kulturzentrum Milchwerk stattfindet, geplant und organisiert.

Die Veranstaltung bietet eine gute Möglichkeit über sich über interessante Themen zu informieren und sich mit Bekannten, Mitstreitern, Gleichgesinnten auszutauschen bzw. neue Weggenossen zu treffen und alte wieder zu finden. Ein breites Informationsangebot und Themenvielfalt laden dazu ein, sich von spannenden Projekten inspirieren zu lassen. Der erste Tag steht unter dem Zeichen “Brücken in die Zukunft“, an dem über die Planung, wie man in eine nachhaltige und generationsgerechte Zukunft gelangen kann, diskutiert wird. Welche “Brücken” müssen gebaut werden, um diese Entwicklung zu prägen?

Der Sonntag behandelt das Thema “grüne Infrastuktur“. Darunter ist das Verbundsystem der Wanderkorridore und Kernlebensräume wild lebender Tiere zu verstehen. Dazu sprechen z.B, Dr. Gisela Splett, Staatsekretärin Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg und Dr. Andre Baumann, Vorsitzender des NABU Baden-Württemberg. Nachmittags sind Foren, Seminare und Exkurtsionen geplant.

Am Montag und Dienstag sind dann die Themen “Klima/Energie” und “Kommunale Biodiversität” im Vordergrund. Auch hier sind wieder unzählige Vorträge und Diskussionen geplant. Dazu gehört der aktuellen Stand der Wissenschaft zu dem Klimawandel von Prof. Dr. Stefan Rahmstorf, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung oder die Bedeutung des Waldes für die Biodiversität in den Kommunen von Thomas Hauck, Forstkammer B-W, Städtisches Forstamt Baden-Baden. Exkursionen in das Naturschutzgebiet Mettnau oder auf die Insel Mainau sind nur Beispiele für das große Angebot an Ausflügen.

Die Eintrittspreise variieren zwischen 10€ für Tagesbesucher und 35€ für die vollen vier Tage. Es gibt einen Rabatt für rechtzeitige Reservierung bis zum 15. Dezember sowie reduzierte Kosten für SchülerInnen, Auszubildende, Studierende etc. Eine Anmeldung ist online hier möglich. Ein vollständiges Programm gibt es unter folgendem Link:

Naturschutztage Bodensee 2015 – Programmflyer (PDF, 2.0 MB)

Weitere Informationen zu Kinderbetreuung, Übernachtung an Anreise gibt es auf der Homepage:

- www.naturschutztage.de

Slow Food

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Die Slow Food-Bewegung ist eine durch die gleichnamige Vereinigung geprägte Gemeinschaft, die sich als Kontrastprogramm zu dem alltäglichen Fast Food sieht. Sie besteht aus mündigen Genießern, die auf regionale Produkte und genussvolle, bewusste Nahrung setzen. Es wird die Kultur des Essens und Trinkens hervorgehoben und auf dessen Besonderheit geachtet. Die Organisation hat in Deutschland bereits über 12.000 Mitglieder in rund 80 lokalen Gruppen.

Grundlage dafür ist eine verantwortungsvolle Landwirtschaft und Fischerei, die eine artgerechte Viehzucht und somit eine regionale Geschmacksvielfalt ermöglicht. Die Verbraucher, Händler und Produzenten sollen in Kontakt treten und sich gegenseitig austauschen. Jeder Mensch sollte die Möglichkeit haben, zu wissen woher sein Essen und die entsprechenden Zutaten kommen, da diese sowohl über das eigene Wohlergehen, als auch über das des Produzenten selbst, maßgeblich entscheiden. Der Gründer und Vorsitzender Carlo Petrini definierte 2006 die Grundbegriffe dazu: Gut, sauber und fair. Er gründete 1989 den internationalen Verein in Italien. Der Slow Food Deutschland e.V. wurde 1992 als ersten Verein außerhalb Italiens gegründet.

Der Verein selbst beschäftigt sich mit vielen weiteren Themen rund um das Thema Nahrungsmittel. wie z.B. Lebensmittelverschwendung, solidarische Landwirtschaft, TTIP, Biodiversität, entsprechende Bildung (auch für Kinder und Jugend) und EU-Agrarpoltik. Zusätzlich werden Projekt wie “Teller statt Tonne“, ein Schulprojekt zur Heranführung von Kindern und Jugendlichen an das Thema, und Aktionen wie die Demonstration “Wir haben es satt!” durchgeführt.

Wer näheres Interesse hat, kann hier nachsehen, ob es Slow Food Conviven vor Ort gibt. Für den Bodensee hat sich bereits eine Gruppe organisiert. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit Mitglied zu werden, sich vor Ort einzubringen oder für Slow Food zu spenden.

Weiteres Informationsmaterial kann der Homepage oder der Infobroschüre entnommen werden.

- www.slowfood.de