Internationaler plastiktütenfreier Tag – Konstanz macht mit

Zum internationalen plastiktütenfreien Tag am 3. Juli lädt eine von monomeer.de, dem BUND Konstanz und dem Netzwerk:Zukunft:Wirtschaft organisierte Initiative ein an dieser Aktion mitzumachen. Hier ist die offizielle Pressemitteilung mit allen Informationen:

Presseinformation Internationaler Plastiktütenfreier Tag 2015 in Konstanz

Wieviele Plastiktüten haben Sie zu Hause?
Konstanzer Initiative veranstaltet Aktionstag zum Internationalen Plastiktütenfreien Tag am 3. Juli

Zum Internationalen Plastiktütenfreien Tag am 3. Juli macht eine Konstanzer Initiative vom Versandhandel monomeer.de, der BUND-Geschäftsstelle und dem Netzwerk:Zukunft:Wirtschaft auf die Plastiktütenproblematik aufmerksam. An Infoständen können sich die Konstanzerinnen und Konstanzer informieren, auch einen Flashmob wird es geben.

Sowohl am Kaiserbrunnen auf der Marktstätte als auch im E-Center an der Reichenaustraße wird an Infoständen über Plastiktüten und die mit ihnen verbundene Umweltproblematik informiert. Um 12.00 Uhr findet ein Flashmob auf der Marktstätte statt. Am Abend zeigt die Initiative im Palmenhaus den Film „Weggeworfen“, der sich dokumentarisch mit dem Thema Müll auseinandersetzt. Die Buchhandlung „Schwarze Geiß“ beteiligt sich am Internationalen Plastiktütenfreien Tag, indem sie an diesem Tag keine Plastiktüten ausgibt. Stattdessen werden die Kundinnen und Kunden auffordert, eigene Taschen mitzubringen. Bereits am 2. Juli thematisiert die dritte Klasse der Stephansschule Konstanz Plastiktüten im Unterricht.
„Plastiktüten sind ein großes Problem“, sagt Susan Rößner von monomeer.de, die die Idee hatte, den Internationalen Plastiktütenfreien Tag auch in Konstanz mit einem Aktionstag zu begehen. „Wir wollen nicht auf die Regulation durch die Europäische Union warten, sondern die Bürgerinnen und Bürger dazu ermutigen, schon jetzt ihren Plastiktütenkonsum einzuschränken“.
Laut dem Umweltbundesamt verbraucht jede/r Deutsche etwa 76 Plastiktüten pro Jahr – eine Gesamtsumme von etwa 5,3 Milliarden Stück. In Deutschland werden jedes Jahr 100.000 Tonnen Kunststoff nur für die Herstellung von Plastiktüten verwendet. Dabei wird jede Plastiktüte im Durchschnitt nur etwa 25 Minuten benutzt. Weltweit beläuft sich die Zahl der pro Jahr verwendeten Plastiktüten auf eine Billion. Nur ein Bruchteil davon wird recycelt – in Europa etwa jede zehnte Tüte. Etwa 90 Prozent der weltweit verwendeten Plastiktüten werden auf Mülldeponien entsorgt, wo sie für den vollständigen Verfall zwischen 100 und 500 Jahre benötigen und während des Zerfallsprozesses Giftstoffe freisetzen.
„Viele Plastiktüten gelangen als fliegender Müll in die Umwelt. Sie sind dort schädlich für Tiere und verursachen hohe Kosten für die Reinigung vermüllter Stadtflächen und Landstriche“, erklärt Antje Boll vom BUND Konstanz. „In immer kleinere Teile aufgespalten, ohne biologisch abgebaut zu werden, gelangt Plastik in Form von Mikropartikeln in Gewässer (Seen, Flüsse, Meere), vermindert aufgrund freigesetzter Chemikalien die Wasserqualität und gelangt als Nahrungsbestandteil von Fischen auch in die Nahrungskette des Menschen. Auch der Bodensee ist mit Mikroplastik belastet“, ergänzt Boll.
Für die Herstellung, das Recycling und die Entsorgung von Plastiktüten werden wertvolle Ressourcen verbraucht, etwa Erdöl, Energie und Wasser. Es wird geschätzt, dass die weltweit 1 Billion verbrauchten Plastiktüten pro Jahr 30 Millionen Tonnen CO2-Emissionen erzeugen.
Als Alternativen zu Plastiktüten empfiehlt die Konstanzer Initiative Stofftaschen, Rucksäcke oder Körbe, die immer wieder mit zum Einkauf genommen werden. Wer Plastiktüten benutzen möchte oder bereits einen großen Vorrat zu Hause hat, sollte diese so oft wie möglich wieder verwenden. Nur eingeschränkt zu empfehlen sind Papiertüten, insbesondere wenn sie aus neuem Papier hergestellt werden. Der Herstellungsprozess ist hier ähnlich ressourcenintensiv wie der von Plastiktüten. Allerdings ist der Recyclingprozess bei Papierprodukten ausgereifter und effektiver.
Ebenso rät die Initiative von der Verwendung von Tüten aus Bioplastik ab, wie sie etwa für den Biomüll benutzt werden. Der Zersetzungsprozess dieser Tüten liegt mit 6 bis 8 Wochen deutlich über der in Deutschland üblichen Verarbeitungsdauer von Biomüll, die etwa 2 Wochen beträgt. Bio-Plastiktüten müssen von den Entsorgungsbetrieben oft umständlich aus dem Biomüll entfernt werden. Für die Herstellung von Bioplastik wird zudem auf Lebensmittel, etwa Mais, zurückgegriffen.
Der Internationale Plastiktütenfreie Tag wurde in Spanien ins Leben gerufen und findet jedes Jahr am 3. Juli statt.
Der Aktionstag wird durchgeführt mit der freundlichen Unterstützung von der Konstanzer Kommunikationsagentur naturblau, Kiss und Klein Media sowie der Gemeinwohl-Ökonomie-Regionalgruppe Konstanz.

Kooperationspartner:
monomeer.de ist ein in Konstanz ansässiger Onlineversand für plastikfreie Produkte.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Konstanz engagiert sich seit Jahrzehnten für den Umwelt- und Naturschutz in Konstanz (www.bund-konstanz.de). Der Verein Netzwerk:Zukunft:Wirtschaft e.V. ist eine Unternehmerinitiative zur nachhaltigen Stadtentwicklung in Konstanz. Er setzt sich aktiv für eine zukunftsfähige nachhaltige Kommunalentwicklung ein.

Das Programm in der Übersicht:
10.00 bis 18.00 Uhr: Infostände auf der Marktstätte (Kaiserbrunnen) und im E-Center Reichenaustraße.
12.00 Uhr: Flashmob auf der Marktstätte.
20:15 Uhr: „Weggeworfen“ (2012), Film-Screening im Palmenhaus am Hussenstein 12, Eintritt: 3,00 Euro.

Pressevertretungen sind herzlich eingeladen, an den Veranstaltungen teilzunehmen.

Kontakt:
monomeer. alles ohne plastik
Dr. Susan Rößner
Gottlieber Straße 25
78462 Konstanz
Telefon: +49-(0)1573-0304178
E-mail: info@monomeer.de

BUND, Ortsgruppe Konstanz
Dr. Antje Boll
Zum Hussenstein 12
78462 Konstanz
Telefon: 07531-15164
E-mail: bund.konstanz@bund.net”

BUND Konstanz Sommerfest mit Flohmarkt

Am Samstag, den 27. Juni veranstaltet der BUND Konstanz sein alljährliches Sommerfest für das Jahr 2015. Es beginnt um 10 Uhr im Palmenhaus und endet gegen 18 Uhr.

Im Namen der Nachhaltigkeit und der Wiederverwendung findet in dieser Zeit ein Flohmarkt statt, an dem 25 Stände ihre Waren verkaufen. Zusätzlich bieten ab 14:30 Uhr diverse Vereine und Institutionen aus der Region Stände an, an denen man sich austauschen und informieren kann. Dazu gehören die Entsorgungsbetriebe Konstanz, das Forstrevier Konstanz, die Naturschule und der plastikfreie Versand monomeer. Außerdem wird es Veranstaltungen wie beispielsweise Trash-Art, Bionik für Naturtechniker oder gewebte Kräuterdüfte für Kinder geben.

Parallel wird die Wanderausstellung  ”Klimawirbel-Klimawandel am Bodensee; Ein Zukunftsszenario” gezeigt, die in neun Bannern einen provokanten Blick der Auswirkungen des Klimawandels auf die Bodenseeregion gibt. Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt vom Bodensee Naturmuseum, BUND und NABU Konstanz. Zu den Themen gehören Artensterben, Gesundheit, Tourismus, Energiekosten, Klimaflüchtlinge, Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Wetter. Auf zwei zusätzlichen Bannern wird der heutige Ausgangspunkt dargestellt. Diese dienen zur Grundlage für Tipps, was jeder Einzelne gegen die Klimaveränderungen tun kann.

Zur Verpflegung wird es selbst gebackenen Kuchen, Apfelsaft von Streuobstwiesen, Zuckerwatte und heiße Kräuterdünnele aus dem Ofen geben.

Den BUND Konstanz kann man unter anderem auf seiner Homepage sowie auf Facebook verfolgen:

www.bund-konstanz.de/start
- www.facebook.com/pages/BUND-f%C3%BCr-Umwelt-und-Naturschutz-Konstanz/342423149134158

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Monomeer – alles ohne Plastik

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Monomeer ist ein Webshop für Produkte, die weder Plastik beinhalten, noch darin verpackt sind. Hintergrund ist, dass die Gründerin sich vor einiger Zeit entschlossen hat, keine Produkte aus und mit Plastik zu kaufen bzw. so sparsam wie möglich damit umzugehen – und hat sich dabei sehr schwer getan. So gründete sie 2014 Monomeer, um es anderen leichter zu machen.

Der Verzicht auf Plastik kann viele Gründe haben. Ökologisch gesehen verrottet es nicht und verschmutzt die Umwelt. Auch wenn es sich zersetzt, sammelt es sich beispielsweise im Meer, lagert sich an allen möglichen Stellen an und vergiftet die Meerestiere. Auch Recycling ist nicht für jede Sorte an Plastik gegeben – dazu sind einige Mengen zu gering, um die Wiederverwendung ökonomisch zu machen. Zudem besteht Plastik aus Erdöl, welches meist aus Regionen politischer Instabilität stammt und eine gewisse Gefahr bei der Förderung mit sich bringt.

Der Shop bietet die verschiedensten Produkte aus den Kategorien Büro, Haushalt und Küche, Körper und Gesicht sowie Geschenkgutscheine an. Besonders zu erwähnen sind die Körperpflegeprodukte, die sonst meist aus Plastiktuben oder Alusprays sind. Auch der Versand erfolgt plastikfrei.

- www.monomeer.de