Avaaz – die Welt in Aktion

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Die Plattform www.avaaz.org besteht seit 2007 und arbeitet seither für den Ausgleich und Austausch zwischen Menschen, Wirtschaft und Politik. Der Ausdruck bedeutet “Stimme” auf den unterschiedlichsten asiatischen, osteuropäischen und nahöstlichen Sprachen und steht für die demokratische Arbeit des Netzwerkes. Weltweit gibt es 39 Millionen Mitglieder in 194 Ländern. Das Netzwerk arbeitet auf 15 Sprachen und besteht aus einem Team aus sechs Kontinenten und vieler Freiwilliger.

Die Mission ist es, die Lücke zwischen der ersten und der dritten Welt durch die Mobilisierung der Menschen zu schließen. Durch Avaaz bekommt jeder eine Stimme, die er einbringen kann, um regionale, nationale oder globale Angelegenheiten die nötige Relevanz zu bringen. Durch diese Aufmerksamkeit kann die Bevölkerung demokratisch Einfluss auf die Politik nehmen.

Der Einsatz wird in der Regel durch Petitionen, Finanzierung von Anzeigekampagnen und Direkt-Aktionen, Kontaktaufnahme mit Regierungsvertretern per Telefon oder Mail oder die Durchführung von Offline-Protesten und Events gezeigt.

Auf dieser Karte werden unter anderem knapp 15.000 Geschichten aus der ganzen Welt präsentiert – eine tolle Idee, um die Einstellungen und Motivation der Mitglieder zu erfahren. Ein Beispiel für einen aktuellen Erfolg der Avaaz stammt aus Tansania: Die dortige Regierung versuchte seit 20 Jahren ein Massai-Volk von seinem Land zu vertreiben, damit ein Unternehmen dort für Großwildjagt Touristen wilde Tiere töten lässt – doch durch den Druck, den die Organisation dort ausübte wurde das Vorhaben gestoppt. Um dies zu erreichen, gab es eine Petition von über 1,7 Millionen Menschen und eine Medienkampagne zusammen mit CNN und Al Jazeera. Diese brachten den Umstand an die Öffentlichkeit. Kurz vor Vertreibung wurden Anzeigen in regionalen Zeitungen finanziert, die sich an die Regierung wandten. Der Durchbruch gelang dann durch eine Demonstration in der Hauptstadt und dem Zelten vor dem Büro des Premierministers. Diese musste der Aktion dann schließlich seine Aufmerksamkeit widmen. Kurz darauf bestätigte die Regierung die Unterlassung der Vertreibung.

Weitere solche Höhepunkte gibt es hier sowie weitere aktuelle Kampagnen auf der Homepage. Dort kann man auch selbst Mitglieder werden, spenden und beispielsweise Petitionen starten.

- www.avaaz.org/de/index.php

Amnesty Konstanz

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Seit 44 Jahren gibt es nun den Ableger am Bodensee der “Amnesty International“, deren Aufgabe es ist, Aufmerksamkeit auf Menschenrechtsverletzungen zu richten. Auch lokal gibt es Menschen die dabei helfen, indem sie Aktionen wie Informationsveranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit, Filmvorführungen, Vorträge und Schreiben von Petitionen durchführen.

Um akut gegen Menschenrechtsverletzungen vorzugehen werden vor allem Petitionen aber auch “Urgent Actions” und “Briefe gegen das Vergessen” gestartet. Erstere dienen dazu, möglichst schnell sehr viele Menschen zu erreichen, um somit durch internationale Appelle Menschenrechtsverletzungen anzuprangern und zu beenden. Jeden Monat werden drei Einzelfälle, in denen Menschen z.B. gefoltert, wegen ihrer Hautfarbe oder Herkunft inhaftiert, ermordet oder verschleppt werden, veröffentlicht, um die Gesellschaft an das tägliche Unrecht zu erinnern und zum Handeln zu bewegen. Das sind die “Briefe gegen das Vergessen”.

Jede Gruppe behandelt Einzelfälle. Die Gruppe Konstanz befasst sich aktuell mit “Nasim Salizoda - Tadschikistan“. Es geht um den Lehrer Nasim Salizoda aus Tadschikistan, der vermutlich auf Grund eines unfairen und korruptem Gerichtsverfahren zu 12 Jahren Haft verurteilt und zu einem Geständnis gezwungen wurde. Mehr dazu gibt es hier.

Wer mitmachen will, kann Petitionen unterschreiben, spenden oder sich bei Aktionen beteiligen, indem man zu einem Treffen geht, die in alle geraden Kalenderwochen um 20 Uhr im Weltladen in der Rheingasse 13 in Konstanz stattfinden.

- www.amnesty-konstanz.de
- www.amnesty.org