Ärzte ohne Grenzen e.V.

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In Zeiten von Epidemien, Bürgerkriegen und Konfliktgebieten sind internationale Hilfsorganisationen sehr wichtig geworden. Eine solche ist der gemeinnützige Verein “Ärzte ohne Grenzen“, dieser ist ein Teil eines Netzwerks von 23 Mitgliedsverbänden, die in rund 70 Ländern humanitäre Hilfe leisten. Die deutsche Sektion setzt sich hierbei im Bereich des Personals, Spendenleistung und der Umsetzung eigener Projekte in Einsatzländern ein. Hier gibt es eine Übersicht, wie genau die Strukturen des Verbandes aussehen.

Die Ziele richten sich im allgemeinen auf die medizinische Versorgung von Menschen in Not, sei diese durch Kriege, Naturkatastrophen oder andere Krisen entstanden. Es geht um das Lindern von Leid, die Verbesserung der medizinischen Qualität, die Stärkung der humanitären Debatte, die Steigerung personeller und finanzieller Ressourcen, den Aufbau eines Kooperationsnetzwerkes und der Erhöhung dessen Effizienz.

Die überwiegend medizinisch ausgebildeten Mitarbeiter haben sich in einer Charta auf einige Grundsätze geeinigt. Ärzte ohne Grenzen arbeitet frei von Vorurteilen, Diskriminierung und handelt neutral. Sie helfen Menschen in Not, unabhängig von deren ethnischer Herkunft oder politischer, wirtschaftlicher und religiöser Gesinnung. Die Mitarbeiter sind frei von äußerlichen Einflüssen und konzentrieren sich dabei auf die Umsetzung der universellen medizinischen Ethik und dem Recht auf humanitäre Unterstützung. Ärzte ohne Grenzen wehrt sich deswegen auch gegen die Instrumentalisierung der Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und möchte nicht als “soft power” der Nato (Nato-Generalsekretär Rasmussen) bezeichnet werden. Es wird nach den Prinzipien der Genfer Konventionen gehandelt und keine Partei ergriffen. Dadurch würden nur weitere Gefahrensituationen durch Falschidentifizierung der Mitarbeiter für die Mitarbeiter in den entsprechenden Kriesengebieten enstehen.

Aktuelle Einsatzorte der Ärzte ohne Grenzen sind z.B. Afghanistan, Syrien oder die Länder in Westafrika, die momentan von der stark umgreifenden Ebola-Epidemie betroffen sind. Das Projektbeispiel Pakistan ist gut geeignet, um die Arbeitsweise des Vereins zu erklären: Auf Grund des starken Monsunregen in 2012 gab es dort viele Überschwemmungen und erhebliche Gefährdungen für die Menschen vor Ort. Durch 36 Millionen Liter Trinkwasser, 470 Latrinen, 9.700 mobile Kliniken, 1.100 begleitete Geburten, 1.070 Versorgungen von unterernährten Kindern, Hygienekits, Zelte, Wasserkanister und Moskitozelte wurde die Ausbreitung von Krankheiten wie Durchfallerkrankung und Mangelernährung entgegengewirkt. Problematisch waren dabei die angespannte Sicherheitslage oder Visaschwierigkeiten, die die Einreise der Helfer und Güter verhinderten. Dennoch gelang es der Organisation dort Fuß zu fassen, ein Netzwerk aufzubauen und den Menschen dort zu helfen.

Für viele weitere solcher Aktionen ist der Verein unter anderem auf Spenden angewiesen. Hier geht es zum entsprechendem Portal. Aber auch persönliche Hilfe ist willkommen. Sei es mit oder ohne medizinische Ausbildung, an der Standwerbung, in den Büros oder direkt in den Projekten vor Ort. Was mit den Geldern geschieht und wie die Finanzen der Ärzte ohne Grenzen aussehen, kann man hier nachlesen.

- www.aerzte-ohne-grenzen.de

Ecosia – eine umweltfreundliche Suche

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Die Online-Suchmaschine Ecosia macht das Selbe wie Google, Bing und Co. Sie liefert Links und eine kurze Textvorschau zu entsprechenden Suchanfragen, um das Internet übersichtlicher zu gestalten. Es werden die Suchergebnisse von Yahoo bzw. Bing verwendet und dann mit eigenen Algorithmen erweitert.

Die Besonderheit liegt darin, dass Ecosia mindestens 80 % seiner Einnahmen durch Werbeeinblendung spendet, um neue Bäume in Brasilien zu pflanzen. In dem Blog des Betreibers wird genau erklärt wie aus einem Klick ein Baum werden kann. Kurz gesagt: Viele tausende Samen werden zu Setzlingen herangezogen, um dann von lokalen Gärtnern in Kooperation mit “The Nature Conservancy” in zerstörten Ufergebieten gepflanzt zu werden. Auf diese Weise werden ganze Wälder wieder aufgeforstet und es entstehen viele neue Pflanzen, die durch oxygene Photosynthese unter anderem aus CO2, Wasser und Licht Sauerstoff entstehen lässt. Ein Gärtner schafft bis zu 300 Setzlinge am Tag. Des weiteren neutralisiert Ecosia sämtliche CO2-Emissionen, die bei der Suche enstehen.

Das Thema Datenschutz und Transparenz ist für Ecosia sehr wichtig, daher bleiben die Daten bei dem Nutzer bzw. werden sämtliche Spenden aufgelistet. Das ganze in Zahlen: Ecosia hat über zwei Millionen aktive Nutzer, 500.000 Suchanfragen täglich, 0,5 Cent pro Suchanfrage Einnahmen, ein Baum kostet einen US-Dollar, alle 28 Sekunden wird ein Baum gepflanzt, insgesamt wurden 762.000 gepflanzt. Wer dieses tolle Projekt, und damit die Umwelt durch die Aufforstung des atlantischen Regenwalds, unterstützen will, muss nur die Suche benutzen. Der Einfachheit halber kann sie auch zu Chrome direkt hinzufügen.

Im Folgenden gibt es noch ein Informationsvideo, FAQs, in denen häufig gestellte Fragen beantwortet werden, und ein Artikel der “The Nature Conservancy”:

www.youtube.com/watch?v=_B7s0Y8ydLE
- www.ecosia.org/faq
- www.nature.org/about-us/working-with-companies/companies-we-work-with/ecosia.xml

Deutsche Umwelthilfe

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Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) wurde 1975 gegründet und stellt einen nationalen Umwelt- und Naturschutzverband dar. Ihr Ziel ist es, unsere Gesellschaft in eine nachhaltige und umweltbewusst Zukunft zu leiten. Dafür dient die DUH als Forum für Politik, Unternehmen, Bürger und Entscheidungsträger und steht für nachhaltige Wirtschaftsweise und transparente Umweltpolitik sowie den schonenden Umgang mit Ressourcen, Landschaft und Artenvielfalt.

Der Verband setzt sich für Erneuerbare Energien, Wälder, Kulturlandschaften, Tiere, Umweltzonen in Städten, Recycling, innovative Mobilität, Energieeffizienz, Müllvermeidung, Reduktion des CO2-Verbrauchs, Jugendarbeit und Umweltpolitik ein. Gleichzeitig werden Gesetzte und Verordnungen zu Verpackungen, Naturschutz, Umweltinformation und Energieverbrauch beobachtet.

Kooperationen mit anderen Umweltverbänden führen zu einem Netzwerk in dem Synergien genutzt werden und z.B. Projekte wie “Bundeshauptstadt für den Klimaschutz“, “Lebendige Flüsse” und “Rußfrei fürs Klima” entstehen können. Außerdem sind zwei eigenständige Organisationen entstanden: “Global Nature Fund (GNF)” und die “Bodensee-Stiftung“.

Es gibt insgesamt fünf Standorte in Deutschland: Berlin als politisches Zentrum, Hannover mit Naturschutz und Umweltbildung, in Köthen liegt der Schwerpunkt auf internationale Jugendprojekte, das Projektbüro in Erfurt mit dem Arbeitsschwerpunkt Naturschutz und schließlich Radolfzell als Gründungszentrum.

Finanziert wird der Verband über Spenden durch Privatpersonen und Fördermitteln für den Natur- und Umweltschutz. Einzelspenden können hier geleistet werden. Eine Alternative die DUH zu unterstützen ist eine Fördermitgliedschaft, eine Patenschaft oder ein Legat für die Natur.

Ausführliches zu Themen und Taten der Deutschen Umwelthilfe findet man auf der Website:

- www.duh.de/home.html

“save me” Flüchtlingsorganisation

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Seit Juni 2013 gibt es in Konstanz einen Ableger der Flüchtlingsorganisation “save me“, welche sich dafür einsetzt, dass in Deutschland Flüchtlinge aufgenommen werden, ohne dass diese einen gefährlichen Weg alleine bestreiten müssen.

Das Ziel der lokalen Gruppe “save me, eine Stadt sagt ja” ist es, Flüchtlingen die Möglichkeit zu geben, ein Leben in Würde und Sicherheit selbstständig aufzubauen. Um dies zu realisieren, werden die nötigen Strukturen bereitgestellt, um Patenschaften zu ermöglichen. Dabei ist das Prinzip des persönlichen und direkten Austausches zwischen Konstanzer Bürger und Flüchtlingen elementar. Die Paten unterstützen, informieren, begleiten und bringen den Flüchtlingen unsere Kultur näher. Es sind weitere Informationsveranstaltungen und Patenschulungen geplant.

Neben der Unterstützung der Gemeinschaftsunterkünfte in Konstanz, bietet “save me” auch Kinder- und Hausaufgabenbetreuung an. Es werden auch regelmäßig Deutschkurse unterschiedlichsten Niveaus angeboten. Weitere Aktivitäten sind angepasste Stadtführungen (um einen Überblick über Konstanz zu bekommen), Informationsveranstaltungen, Unterstützung bei der Wohnungssuche, Fahrradvermittlungen und regelmäßige Kaffee-Treffs, die in Petershausen stattfinden. Der nächste wird am 7. Juli von 15 Uhr bis 17 Uhr sein.

Um weiterhin effektiv zu arbeiten, braucht die Organisation viel Unterstützung und Menschen, die mitmachen. Organisationen wie z.B. das Zebra Kino, die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen, Energia Bodensee oder Amnesty International helfen bereits. Jeder, der selbst Menschen, die aus ihrer Heimat flüchten müssen, helfen will, kann sich engagieren. Sei es durch symbolische Unterstützung, Spenden, Pate werden oder ehrenamtliche Hilfe bei “save me – eine Stadt sagt ja”. Hier ist eine Liste der bisherigen Unterstützer und deren Motivation.

- www.konstanz.save-me-kampagne.de

Amnesty Konstanz

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Seit 44 Jahren gibt es nun den Ableger am Bodensee der “Amnesty International“, deren Aufgabe es ist, Aufmerksamkeit auf Menschenrechtsverletzungen zu richten. Auch lokal gibt es Menschen die dabei helfen, indem sie Aktionen wie Informationsveranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit, Filmvorführungen, Vorträge und Schreiben von Petitionen durchführen.

Um akut gegen Menschenrechtsverletzungen vorzugehen werden vor allem Petitionen aber auch “Urgent Actions” und “Briefe gegen das Vergessen” gestartet. Erstere dienen dazu, möglichst schnell sehr viele Menschen zu erreichen, um somit durch internationale Appelle Menschenrechtsverletzungen anzuprangern und zu beenden. Jeden Monat werden drei Einzelfälle, in denen Menschen z.B. gefoltert, wegen ihrer Hautfarbe oder Herkunft inhaftiert, ermordet oder verschleppt werden, veröffentlicht, um die Gesellschaft an das tägliche Unrecht zu erinnern und zum Handeln zu bewegen. Das sind die “Briefe gegen das Vergessen”.

Jede Gruppe behandelt Einzelfälle. Die Gruppe Konstanz befasst sich aktuell mit “Nasim Salizoda - Tadschikistan“. Es geht um den Lehrer Nasim Salizoda aus Tadschikistan, der vermutlich auf Grund eines unfairen und korruptem Gerichtsverfahren zu 12 Jahren Haft verurteilt und zu einem Geständnis gezwungen wurde. Mehr dazu gibt es hier.

Wer mitmachen will, kann Petitionen unterschreiben, spenden oder sich bei Aktionen beteiligen, indem man zu einem Treffen geht, die in alle geraden Kalenderwochen um 20 Uhr im Weltladen in der Rheingasse 13 in Konstanz stattfinden.

- www.amnesty-konstanz.de
- www.amnesty.org

Fairkauf

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Der Caritas Verband Konstanz bietet eine gute Möglichkeit alte Möbel, Kleider und alle möglichen Waren nachhaltig zu entsorgen und hilft dabei noch Menschen ohne Arbeit an Beschäftigung zu kommen. Es handelt sich dabei um Fairkauf, dem Beschäftigungsbetrieb, der ein Second-Hand Kaufhaus, eine Warenbörse, Haushaltsauflösungen, Entrümpelungen, eine Gardarobe und ein Stromsparcheck betreibt.

In Zusammenarbeit mit den Entsorgungsbetrieben Konstanz (EBK) wird die Warenbörse auf dem Werkstoffhofgelände im Industriegebiet betrieben. Dort finden sich die typischen Waren, die an Sperrmülltagen auf der Straße stehen. Das Second Hand Kaufhaus befindet sich in der Gartenstraße 48 im Paradies.

Der Grundgedanke von Fairkauf besteht darin, durch den Erlös vom Verkauf gespendeter Waren, arbeitslosen Menschen zurück auf den Arbeitsmarkt zu helfen, indem ihre sozialen Kompetenzen gefördert und qualifiziert werden, sie Erfahrung in der Dienstleistung bekommen, ihre Persönlichkeit stärken und einen strukturierten Tagesablauf haben. Durch Beratung, Begleitung und Schulungen für Bewerbungsprozesse werden die Integrations – und Vermittlungsaussichten wesentlich verbessert. Neben diesen positiven Aspekten wird ebenso ein Beitrag zur Erhaltung der Umwelt geleistet, da viele Ressourcen geschont werden, indem viele Güter, die sonst auf dem Müll landen würden, nochmals verwendet werden. Ganz nach dem Motto: “Spenden statt wegwerfen”.

Eine Übersicht zu den Leistungen von Fairkauf gibt es hier:

- www.caritas-konstanz.de/angeboteundhilfen/menschenarbeitgeben/fairkaufkonstanz/uebersicht